Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Verhalten bei sehr „liebesbedürftigem“ fremden Kind?

Frage: Verhalten bei sehr „liebesbedürftigem“ fremden Kind?

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Ein gut bekanntes Mädchen(23Mon.) wünscht seit ~6Mon.oft Kuscheln,Spielen,Trösten etc.von mir, bes.wenn ich dies grad mit meinem Sohn mache. Ich traue ich mich nun kaum noch,mit ihm od. ihr zärtlich umzugehen,um weder sie noch ihre Mutter eifersüchtig zu machen: Die impulsive,schuldzuweisende Mutter rügt ihr Kind lautstark,wenn es sich mir zuwendet. Doch es ist sehr bemüht,der Mutter jeden Wunsch zu erfüllen/perfekt zu funktionieren u.schreit förmlich nach Aufmerksamkeit/Nähe der Mutter. Es zeigt wenig Gefühlsregung,was Mitgefühl/Besorgnis bei mir verstärkt. Ich glaube intuitiv,das Mädchen auf sein Klammern hin hochzunehmen sei richtig/normal;möchte aber nicht in die „Mütterlichkeit“ eingreifen,wenn das negative Folgen für das Kind hat. Darauf angesprochen unterstellt die Mutter dem KIND Undank; aber kein Vorwurf gegen MICH! Schade ich dem Kind durch mein Eingehen auf Wünsche langfristig,weil es dafür ja von der Mutter beschimpft wird? Wie verhalte ich mich angemessen? DANKE! LG Bea


Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Bea, Sie müssen sich entscheiden, wessen Interessen von beiden Personen Sie in den Vordergrund stellen, die des Kindes oder die der Mutter. Das Kind hat eine Vorteil durch Ihre Zuwendungsbereitschaft. die sollten Sie nach Möglichkeit aber nicht dazu nutzen, die eigentliche Mutter herauszufordern. sie selbst stellen für das Kinder aber nur die Stellvetreterin der leiblichen Mutter dar, die offenbar schlecht in der Lage ist, die Bedürfnisse Ihres Kindes zu erkennen und entsprechend zu befriedigen. Am besten, Sie besprechen die Lage unter diesen Gesichtspunkten mit der leiblichen Mutter und verabreden mit ihr, wie weit Ihre eigene Zuwendung gehen darf. Viele Grüße


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