Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Verhalten 41/2 jaehriger

Frage: Verhalten 41/2 jaehriger

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SgHDrPosth, das verhalten unseres sohnes ist z.zt. fuer mich schwer zu verstehen. er geht seit sommer in die vorschule (sehr gerne, ersten 2 tage geweint, dann nicht mehr ), hat eine 9mon schwester. er spielt schon immer lieber nur mit 1 kind (defensiv, schuechtern...). haben wir bpsw. besuch (fam. mit 2 groesseren kindern), spielt er anfangs sehr gerne mit ihnen, passiert aber nach 2-3 std eine kleinigkeit, die ihn stoert/er sich wehtut etc. flippt er voellig aus, schreit nur noch der besuch soll gehen, er will nicht mehr das sie da sind... er laesst sich dann kurzfristig beruhigen, findet aber nicht mehr ins spiel und faengt immer wieder an, das alle gehen sollen. auch kommt es immer wieder vor, das er sehr unhoeflich ist. seiner schwester gegenueber (faengt an zu krabbeln und sich hochzuziehen)wird er auch agressiver. wir verbringen sehr viel zeit mit ihm, mein mann nimmt sich am we immer zeit nur fuer ihn alleine. papa bringt ihn auch ins bett, kann viel mit ihm machen. dank


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, die augenblickliche Unausgeglichenheit Ihres Sohnes könte durchaus mit der Aufnahme in die Vorschule zu tun haben, zumal sie nicht unbelastet gelungen ist. Sie beschreiben Ihren Sohn als schüchtern und defensiv. Solche Eigenschaften sollten auch noch nach dem 4. Geburtstag auf eine einigermaßen sanfte Ablösung bestehen lassen. Die Tatsachen, dass er sich jetzt in der Vorschule wohlfühlt, heißt nicht, dass er die Anfangsspannung noch in sich spürt. Das lässt ihn auch schon mal aggressiv auf seine Schwester reagieren. Die Besuchsituationen sind nur solange gut für ihn, solange er mit den größeren KIndern mithalten kann. Gelingt das auf einmal nicht mehr, reagiert er regressiv und spielt den Trotzigen. Sie sollten dann den Besuch der Freunde langsam abbrechen, damit ihr Sohn nicht ganz außer Kontrolle gerät. Denn das ist für ihn wieder ein Misserfolgeserlebnis, das sein Selbstbewusstsein unterminiert. Ihr Sohn braucht jetzt intensive elterliche Stärkung, damit er in der Vorschule bestehen kann. Notfalls muss er noch einmal für ein paar Wochen aus der Vorschule heraus genommen werden. Geistig wird er dabei nichts verpassen, aber seelisch viel hinzu gewinnen. Viele Grüße


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