rosalin75
Hallo Herr Dr. Posth,. Ich habe zwei Jungs (3,5 und 15 Monate), die beide sehr aufgeweckt und weit in der Entwicklung sind. Wenn die beiden zusammen sind, ist das in der Öffentlichkeit und auch zuhause wirklich anstrengend. Der Große dreht dann richtig auf. Rennt rum, hört nicht, tobt und redet dazwischen. Besonders beim Kinderarzt ist das richtig schlimm. Die beiden fallen überall auf. Wenn der Große mit Papa oder mir allein ist, ist er „vernünftig“ und richtig lieb. Sobald sein Bruder dazu kommt, wird’s laut. Er spricht dann auch in Babysprache und blödelt rum. Bei Essen will er generell das nicht essen, was es gibt. Er motzt und heult rum. Bei Oma und Opa ist das wohl nicht so. Hat er eine Aufmerksamkeitsstörung? Ich glaub nicht, weil ohne seinen Bruder ist er lieb und hört auch (meist). Die beiden schaukeln sich für meinen Geschmack gemeinsam hoch. Was ist ihre Meinung, wie sollen wir uns verhalten??
Hallo, die Geschwisterrivailität ist ein größer dynamisierender Faktor in einer Familie. Mit Aufmerksamkeitsstörung hat das nichts zu tun. Dieser Begriff wird reichlich strapaziert, und ist genau genommen gepachtet für Reizaufnahme- und Konzentrationsstörungen. Was sich aber zwischen Ihren beiden Söhnen abspielt, hat nichts damit zu tun und hört ja auch auf, wenn Sie mit dem Großen alleine sind. Geschwisterrivalität ensteht, wenn Kinder ohne Grund ungleich behandelt werden, oder wenn ein Kinder meint, dass ihm Zuwendung und Aufmerksamkeit entzogen würde, wenn das andere Kind anwesend ist. Es kommt darauf an, die Ansprüche beider Kinder einigermaßen gerecht zu bedienen und Regeln festzulegen, was an "Aufdrehen" geduldet wird und was nicht mehr. Viele Grüße
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