Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Unterschiedliches Verhalten

Frage: Unterschiedliches Verhalten

RunaW

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Hallo Herr Dr.Posth, meine Tochter (22 M.., viel getragen, da sonst sehr quengelig, Ablegen fast unmögl., ab Krabbeln besser, gestillt, Familienbett, fremdbetr. ab 10 M. 2x3,5 Std. bei TaMu, sehr sanfte Eingew. und Oma 2x3,5 Std., wenig gefremdelt, mäßiger Trotz) zeigt im Vergleich zu anderen Kindern starkes Explorationsverherhalten, sehr kontaktfreudig v.a. Kindern gegenüber, läuft aber schnell zu mir und kuschelt sich an, wenn ihr etwas Angst macht. Zuhause aber eher anhänglich. Will viel auf den Arm bzw. in meiner Nähe sein. Ab und zu spielt sie aber auch ganz alleine in ihrem Zimmer. Loslösung v.a. über die Oma, aber auch immer mehr Papa. Mich verunsichert das unterschiedl. Verhalten zu Hause und unterwegs. Wie ist ihre Einschätzung? Danke, Stefanie


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Stefanie, es erscheint mir leicht verständlich, dass ein Kleinkind die Nähe seiner Mutter sucht, wenn es 4x in der Woche für eine längeren Zeitraum auf die Mutter verzichten muss. Das Bindungsbedürfnis lässt ja auch in der Loslösung nicht nach. Es erweitert sich nur auf eine dritte Person, die in der Regel der Vater ist. Dadurch wird das Kind aber dann mehr und mehr frei für sich selbst. Denn die Loslösung lockert die enge primäre Bindung, und der Vater gibt ein gutes Vorbild ab für ein von der Mutter unabhängiges Leben. Sind Sie nun nicht da und nicht greifbar, kann die Loslösung voll und ganz "zuschlagen" und das Explorationsbedürfnis wecken. viele Grüße


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