Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Umgang mit Kleinkind

Frage: Umgang mit Kleinkind

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S.g.Dr. Posth,schön, dass Sie wieder da sind. Ich hoffe, Sie hatten einen schönen Ulaub mit viel Erholung! Unser Sohn ist jetzt 14,5 Mon u. bereitet uns viel Freude.Z.Z. ist es so, dass er wütend wird u. weint, wenn ihm was nicht gelingt bzw. er was nicht darf.Mal mehr,mal weniger.Manchmal sind wir uns nicht sicher wie wir am besten reagieren.Z.B.schraubt er gern Flaschendeckel auf u. zu u. weint dann plötzlich stark los. Er lässt sich dann kaum ablenken u. auch helfen lassen will er sich meist nicht. O. wenn er draußen was in den Mund stecken will u. ich es ihm nicht erlaube(ich bleibe immer ganz ruhig dabei), lässt er sich kaum beruhigen.Er will die meisten Sachen auch alleine halten z.B. alleine aus einer Tasse trinken.Wenn wirs mitfesthalten schreit er.Ich handhabe es so dass ich ihn damit auf den Boden setze damit nichts kaputt geht u. ers allein halten kann u. versuch ihn später mit was anderem abzulenken.Ist das so i.O.?Besucher schütteln oft den Kopf über uns:-).Danke!! Corelli


Dr. med. Rüdiger Posth

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Stichwort: Selbstentdeckung Hallo, lassen Sie die Leute doch ihren Kopf schütteln. Sie verhalten sich jedenfalls richtig. Ihr Sohn erlebt jetzt in diesem Alter zum erstenmal Authentizität in seinem Handeln. Anlass ist sein Wille, dieses oder jenes selbst zu tun, d.h ohne Hilfe. Das Erlebnis, allein zum Erfolg zu gelangen, ist für ihn, wie für jedes andere Kindes dieses Alter essentiell. Daher die große Enttäuschung und auch die Wut, wenn es nicht gelingt. Nun gehört das Ertragen von Misserfolgen und Niederlagen zum Leben dazu, und man kann es nicht früh genug akzeptieren lernen . Aber die 1-jährigen können solche geistigen Relativierungen ihrer Gefühlsvorgänge noch nicht leisten und leiden deshalb -je nach Charakter- heftig. Ablenken und trösten sind die einzigen Methoden, das Kind aus seiner emotionalen Klemme herauszuholen und manchmal lassen sich die Kinder auch helfen. Sie werden aber erleben, dass wenn ihnen geholfen worden ist, sie den Vorgang noch einmal komplett zurück drehen, um es dann doch noch einmal ganz allein zu machen. Viele Grüße


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