Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, mein sohn ist 22 monate alt. wir sind seit mittwoch aus einer vorzeitig beendeten kur zurück und marcel macht mir seitdem großen kummer. ich hatte ihn dort 3 tage in eine kita gebracht. er schrie wie am spieß und krallte sich an mir fest. die erzieherin riss ihn mir regelrecht vom arm und meinte nur immer das würde sich legen. nachdem er am 3. tag versuchte die luft anzuhalten habe ich das ganze abgebrochen. wir sind seit mittwoch wieder zu hause und ich kann weder kurz den raum verlassen noch sonst was. er bleibt nichtmal für 5 minuten beim papa. vorher hatte er sogar auswärts übernachtet. im feb. sollte er eigentlich in den kiga kommen. ich mache mir große sorgen und weiß nicht wie ich mit der situation umgehen soll. ich lege mich sogar abends mit ihm ins bett damit er weiß dass ich da bin aber ich weiß nicht wie ich ihm helfen soll wieder vertrauen zu finden. es tut mir so leid dass ich ihm das angetan habe. bitte helfen sie mir. ich weiß nicht mehr weiter.
Hallo, solche Erlebnisse sind natürlich traumatisch für Kleinkinder, besonders deshalb, weil sie sich in diesem Alter noch so unsicher und verletzlich fühlen. Die gängige Pädagogik hierzu strotzt vor Unwissenheit. Hoffentlich ändert sich das bald.Was Ihr sohn nun vollzieht, ist die natürliche Selbsttherapie. Man nennt diesen Vorgang Regression in der Psychologie. D.h. er klammert wieder wie zu besten Zeiten am Ende der Säuglingszeit. Damit lebt er seine Verunsicherung und seine Ängste aber aus und vergißt sie auf Dauer. Sie belasten dann nicht mehr sein Unterbewußtsein, und er kehrt auf die alte Entwicklungsstufe zurück. Wie lange das dauert kann man nicht sagen. Aber je sicherer er gebunden war und je besser losgelöst, desto schneller geht es. Halten Sie ihm und sich zuliebe durch. Viele Grüße
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