Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Posth, ich habe eine 2 ½ -jährige Tochter. Sie hat ein Sprachentwicklungsverzögerung und kleinere motorische Defizite. Sie geht (übrigens gerne) zu diversen Spielgruppen und Therapien (alles mit mir zusammen) und wird rund um die Uhr von mir betreut. Nun beabsichtige ich, mich von meinem Mann zu trennen, da hier seit sehr langer Zeit entweder eisiges Schweigen oder Streit an der Tagesordnung ist. Eigentlich würde ich gerne in meine Heimatstadt ziehen, aber das würde einen kompletten Wechsel aller Bezugspersonen bis auf mich und ihre Oma zur Folge haben. Meine Tochter fängt gerade an, Fortschritte in der Sprache zu zeigen und ich habe große Angst, dass ein solcher Schritt viel Schaden anrichten könnte. Sie ist übrigens sehr fröhlich, gleichzeitig aber auch sehr sensibel und sehr ängstlich. Ich würde sehr gerne Ihre Meinung dazu hören und bedanke mich dafür herzlich im Voraus. Viele Grüße Anna
Liebe Anna, zu der Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Mann kann ich nichts sagen, würde mir aber wünschen, dass Sie beiden doch so vernünftig sind, es erst einmal mit einer getrennten Wohnung zu versuchen. Die Besuchregelung mit Ihrem Mann sollte großzügig sein und der gemeinsamen Tochter die Gelegenheit geben, die Loslösung weiter voran zu bringen. Dieser Verantwortung sollte sich Ihr Mann bewusst sein. Ich gehe davon aus, dass er seine Tochter genauso liebt wie Sie. Das hieße dann, dass Sie den momentanen Lebensraum vorerst nicht wechselten, und Ihre Tochter die begonnen Fortschritte auch einigermaßen ungestört fortsetzen kann. Viele Grüße
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