Mitglied inaktiv
Guten Tag, Herr Dr. Posth, ich mache mir seit längerer Zeit Sorgen um meine Nichte was Ihre Seelisch-geistige Entwicklung angeht. Julchen ist 19 Monate alt, 4 monate älter als mein Sohn. Körperlich ist sie, denke ich, ganz normal entwickelt. Sie ist mit 8 Monaten gekrabbelt,kurz danch aufgestanden, sie läuft seit sie 15 Monate alt ist usw.... Allerdings fällt mir ansonsten, vor allem im Vergleich mit meinem Sohn, immer mehr auf, was meiner Meinung nach auf eine Entwicklungsverzögerung schließen könnte. 1. Sie hat Angst vor anderen Kindern. Wenn mein Sohn und sie sich bei meinen Eltern treffen und mein Sohn, weil er Kinder kennt, auf sie zugeht und mit Ihr spielen will fängt Sie an zu schreien. Das wird auch nach Stunden kaum besser. 2. Sie spielt mit Spielzeug immer auf die gleiche Art, egal um welches Spielzeug es sich handelt. Spielzeug wird von Ihr nur benutzt um es von einem Ort zum anderen zu Tragen oder hinzuwerfen. Sie blättert z.B.nicht in einem Bilderbuch und zeigt auf die Tiere, sondern sie trägt das Buch zum Tisch und vom Tisch zum Schrank.... Mit Autos oder Tieren spielt sie nicht Auto oder Tier, also sie schiebt ein Auto nicht über den Boden, sondern sie trägt es nur durch die Gegend oder wirft es auf den Boden. 3.Sie kann z.B. noch keine Türme aus Bauklötzen bauen oder Bausteine in vorgesehene Löcher stecken. Sie schaut es sich an wenn mein Sohn es macht und wenn man sie auffordert es ihm nachzutun dann geht sie entweder weg oder fängt wieder an die Sachen hin und her zu tragen. Ich weiß das es nicht gut ist Kinder ständig miteinander zu vergleichen und ich tue das eigentlich auch nicht. Allerdings fällt mir zwischen meiner Nichte und meinem Sohn doch immer häufiger auf das mein Sohn viele Dinge schon kann und macht die sie nicht tut. Und das trotz des Altersunterschiedes von 4 Monaten und der Tatsache das Jungs ja eigentlich als etwas langsamer in der Entwicklung gelten. Ich mache mir große Sorgen das meine Nichte sich nicht altersgemäß entwickelt. Alle diese Defizite sind meiner Meinung nach, und auch nach Meinung meiner Mutter, darauf zurückzuführen das Julchen von Ihrer Mutter nicht genügend Beachtung und Förderung erhält. Allerdings ist es schwierig sie darauf anzusprechen. Wie schätzen sie die Entwicklung von Julchen allgemein ein, nach dem was ich ihnen berichtet habe und was könnten wir unternehmen um die Entwicklung zu sichern. Gibt es irgendwelche Anlaufstellen wohin man sich wenden kann, wenn man das Gefühl hat das ein Kind nicht optimal betreut wird???? Vielen Dank für Ihre Antwort freundliche Grüße Kati
Liebe Kati, es ist für mich immer schwer, etwas zu sagen, wenn sich jemand über ein nicht eigenes Kind äußert. Das müssen Sie verstehen. Schlagen Sie Ihrer Schwägerin (?) doch ganz offen vor, noch vor der U7 mit der Tochter einmal ihren KiA7KiÄ aufzusuchen. Es geht nämlich um die Unterscheidung, ob das Verhalten etwas mit Problemen des Kindes im sozialen Umgang zu tun hat, oder mit einer schwierigen Intelligenzentwicklung. so etwas kann man gut mit der Münchener Funktionellen Entwicklungsskala testen. Viele Grüße
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