Mitglied inaktiv
Schönen guten Tag, mein Sohn ist ein Ex-Extrem-Frühchen, welches 6 Monate im Kh verbringen mußte. Ich war die ganze Zeit dabei. Er ist heute 3,5 Jahre alt und kommt jeden Tag früh und abends zu mir ins Bett und will kuscheln. Mir fällt auf, daß er im Umgang mit anderen Kindern ein wenig Berührungsängste hat. Wie kann ich-außer die Nähe zulassen und was man eben sonst noch tut- das (angeschlagene) Selbstbewußtsein meines Extrem-Krümels noch aufbauen?Er hat einen Bruder, er ist 5Jahre und verbal stets überlegen.(Mein Mann kümmert sich auch liebevoll um beide). Ich versuche ihn viel zu loben und seine Malkünste zu würdigen usw. Ich weiß, die Vergangenheit kann ich nicht einfach "wegmachen", aber wir haben stets alles an Bindung versucht nachzuholen. Fällt Ihnen noch etwas sinnvolles ein? Vielen lieben Dank
Hallo, ein ehemaliges Frühchen reagiert im Prinzip nicht anders als ein reifgeborenes Kind. Es hat möglicherwiese aber ein Bindungsdefizit und viele negative Emotionen in sich abgespeichert. Die kann man nur ausgleichen durch ganz viele positive Emotionen in der Folgezeit. Das haben Sie gemacht und machen es immer noch, was Ihrem Sohn sehr gut tut. Er tankt sich emotional bei Ihnen auf. Trotzdem muss er sich loslösen, und so wäre es gut, wenn der Vater vielleicht häufiger einmal mit ihm allein etwas unternimmt. Dadurch fühlt sich Ihr Sohn aufgewertet und das Loslösungprinzip kann sich ganz entfalten. Wenn der größere Bruder immer dabei ist und ihm -sagen wir- die Schow stiehlt, dann verpufft dieser Effekt. In meinem gezielten Suchlauf gibt es übrigens ganz viele Antworten zum Thema Selbstbewusstsein. Viele Grüße
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