Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Schüchtern

Frage: Schüchtern

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Hallo! Meine Tochter ist 2,5 , sprachlich und motorisch normal entwickelt, fröhlich, aufgeweckt, allerdings ziemlich schüchtern (war ich auch als Kind). Sie ist gerne mit Kindern zusammen, beobachtet jedoch erst lieber bevor sie mitspielt. Mit den Großeltern, Nichten und Nachbarn kommt sie wunderbar klar. Bei den Großeltern kann ich sie alleine lassen, da ist sie gerne. Auf einige Fremde oder Bekannte geht sie auch relativ offen zu und spricht auch mit ihnen, aber bei vielen Leuten, egal ob fremd oder nicht, dreht sie sich in letzter Zeit weg wenn sie angesprochen wird, will nicht mit ihnen sprechen, will sogar manchmal ängstlich auf meinen Arm. Meist handelt es sich dabei um alte Menschen oder Leute, die sehr direkt auf sie zugehen, manchmal aber auch bei Leuten, wo ich es mir gar nicht erklären kann. Aber Hallo und Tschüß sagt sie jedem, wenn ich sie darum bitte. Ist das schon Mutismus oder einfach eine Phase? In den Kiga kommt sie im Januar. Muss ich mir Sorgen machen? Danke


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, beim elektiven Mutismus sprechen die Kinder, wenn überhaupt, nur mit ihren aller engsten Bezugspersonen. sie würden auch auf Aufforderung nie mit einem anderen erwachsenen Menschen sprechen. Bei Ihrer Tochter scheint es sich mehr um eine starke Schüchternheit zu handeln, die sie einigermaßen überwunden bekommt, wenn ihr Menschen sympathisch sind. Das muss sich übrigens nicht mit Ihren eigenen Sympathien und Antipathien decken! Ein direktes Zugehen auf ein schüchternes Kind ist immer fehl am Platze und zeugt von einer großen Unsensibilität Kindern gegenüber. Wenn mit Schüchternheit grob falsch umgegegangen wird, kann sich aus ihr leicht regelrechte Sozialangst entwickeln. Sprechen Sie also mit den Erzieherinnen der Ki-ta darüber, in die Ihre Tochter in einem halben Jahr kommen wird. Eine sanfte Ablösung ist bei eienem solchen Kind absolute Vorbedingung Viele Grüße


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