Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Posth Lorenz (im Sept.4) hat seit Weihnachten keinen Schnuller mehr, das funktionierte eigentlich recht schnell, obwohl er vorher gar verrückt nach seinen schnullis war. Nun habe ich diese aber nicht weggeschmissen, weil sie für mich halt irgendwie einen Erinnerungswert haben, sondern sie irgendwo zwischengelagert. Dort hat er sie nun vor einiger Zeit entdeckt, und seitdem will er ständig einen schnuller spazieren tragen, oder auch beim einschlafen halten (er gibt NIE einen in den Mund), teilweise ist das aber auch schon sehr lästig geworden, da er in der Nacht wach wurde und nach den Schnullern sucht. Ich habe sie nun wieder vollends weggegeben, und heute Nachmittag kommt wieder die Schnullerfee..Meine Frage ist eigentlich, ob Lorenz" Verhalten nicht auch ein Hinweis darauf ist, dass er sich nicht wirklich loslösen kann (da ich mit meinen kindern alleine bin), und er dadurch auch ein bisschen "babyhaft" ist, er spielt auch mit puppenbabys, spricht oft "babysprache", danke
Hallo, der Schnuller dient dem Kleinkind weniger zur Loslösung als zur Regulation seiner Gefühle und Affekte. Durch den Schnuller ist das Kind von den Bezugspersonen einigermaßen unabhängig. Das macht einerseites den Vorteil des Schnullers im Sozialverhalten aus, andererseits werden positive Empfindungen im Gehirn angestoßen oder erhalten, was sich günstig auf die neuronale Vernetzung auswirkt. Mit 4 Jahren ist ein eingermaßen selbstständiges Kind nicht mehr in dem Maße auf den Schnuller angewiesen (Stichwort: Übergangsobjekt). Aber Ihr Sohn brauchte ihn offenbar doch wenigstens noch als Talisman. Das Problem der Loslösung lässt sich nur über eine andere Person regeln, die ein zuverlässiges Loslösungsvorbild abgibt. Für den fehlenden Vater sind Ersatzbezugspersonen möglich. Viele Grüße
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