Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe meinem Sohn (9 Wochen alt) bisher noch keinen Schnuller angeboten. Ich sah bisher darin keine Notwendigkeit, obwohl er tagsüber nur im Tragetuch und abends an meiner Brust einschlafen möchte. Bislang war ich immer der Meinung, dass er keinen Schnuller braucht, solange ich ihn anderweitig beruhigen kann. Ich lasse ihn tagsüber und nachts nach dem Trinken immer noch so ca. 5 Minuten an der Brust nuckeln, was er sichtlich genießt. Er macht insgesamt einen sehr zufriedenen Eindruck. Jetzt frage ich mich aber, ob es von mir gemein ist, ihm einen Schnuller vorzuenthalten, weil man überall liest, ein Baby braucht einen Schnuller zur Beruhigung bzw. um sein Saugbedürfnis zu befriedigen. Sollte man einem Baby immer einen Schnuller anbieten, wenn man dabei die richtige "Dosierung" beachetet? Klappt das Durchschlafen dadurch besser, wenn man davon ausgeht, dass das Baby den Schnuller irgendwann nicht mehr ausspuckt? Wie ist Ihre grundsätzliche Meinung zum Thema Schnuller?
Hallo, aus prähistorischen Funden weiß man, dass es auch in Urzeiten schon Schnuller-ähnliche Saughilfen gegeben hat. Durch das Saugen nimmt der Säugling nicht nur Nahrung auf, sondern beruhigt sich auch selbstständig. Aber ein Säugling der von sich aus schon ruhig ist und zur Zufriedenheit nur die Mutterbrust braucht, dem muss man keinen Schnuller aufzwingen. Der Vorteil der Selbstberuhigung ist die Entlastung der Mutter, resp. der Eltern. Im Gehirn des Säuglings stärken Endorphine, Dopamin und Serotonin das so genannte Belohnungszentrum. auch der gefundene eigene Daumen vermag diese Form der Selbstberuhigung auszulösen. Es gibt also zumindest keinen Grund, einem Säugling die Saughilfe vorzuenthalten. Viele Grüße
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