Mitglied inaktiv
Lieber Herr Dr. Posth, meine Tochter hat große Angst vor Erwachsenen. In der Spielgruppe macht sie nicht mit, wenn sie fremde Erwachsene anfassen muss, im Kindergarten beobachtete ich neulich, dass sie "plötzlich doch nicht pullern musste", weil in der Tür Eltern standen, die sie nicht kannte (als die Erwachsenen weg waren, ging sie selbst los). Ist das normal für 4jährige? Oder sollte ich ihr irgendwie (wie?) helfen? Ich möchte sie nicht gern drängen, zumal sie als 2jährige oft gegen ihren Willen von anderen hochgenommen wurde (habe damals zu spät gemerkt, wie viel angst sie dadurch bekam). Vor Kindern hatte sie bis vor kurzem auch Scheu, die sie jetzt abgelegt hat (durch Kindergarten und immer ähnliche Situationen auf dem Spielplatz). Vielen Dank, Miriam
Liebe Miriam, die ganze Problematik der Scheu und der Schüchternheit basiert auf der Selbstentwicklung des Kindes. Unter all diesen Stichworten gibt es schon viele Antworten hier im Forum. Ein paar Fragen vorher habe ich "miri" erklärt, wie Selbstbewußtsein entwicklungsmäßig gestört werden könnte. Dabei bleibt vielleicht ein kleiner Rest Kinder, welcher von Natur aus wenig Tendenzen empfindet, auf fremde Menschen zuzugehen. Aber eigentlich ist jedes Kind von Natur aus auf der Suche nach Kontakten. Gegen seinen Willen, gerade in der hochsensiblen Trotzphase, die eigentlich der Selbstverteidigung dient, bzw. der Behauptung des sich gerade aufbauenden Selbst, ein Kind auf den Arm zu nnehmen oder zu küssen, etc. ,wenn es das nicht will, ist ein großes Vergehen dem Kind gegenüber. Das gewonnene Selbstverstrauen wird erschüttert und mit ihm auch noch das Urvertrauen, denn seine Eltern haben die "Übergriffe" ja nicht verhindern können. Es entsteht wieder Mißtrauen, und das ist der Boden der Scheu. Sie müssen jetzt vor Ihrer Tochter wieder ganz stark und zuversichtlich erscheinen und ihr klarmachen, daß Sie die unbedingte Bestimmung- und Kontrollmacht im Umgang mit Fremden besitzen. Das können sie zeigen, in dem Sie mit Ihrer Tochter jetzt zusammen fremde Kinder ansprechen oder Kontakt zu Erwachsenen halten, wobei Sie sie darin bestärken, Distanz und Grenze diesen gegenüber selbst bestimmen zu dürfen und zu halten. Mit der Zeit wird sie dann ihr Verhalten regulieren können. Viele Grüße
Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Probst, mir geht es ähnlich mit unserer 3-jährigen Tochter. Sie hat grosse Angst insb. vor Männern. Nach einiger Zeit (10-15 Min) gibt sich dieses und sie redet mit ihnen, aber anfassen ist nicht möglich. Bei FRauen taut sie schneller auf und läst sich auch anfassen (d.h. vorlesen auf schoss...) Beim Kinderarzt lässt sie sich auch nicht von einer Frau anfassen, nur mit allseitigem Festhalten möglich (z.B. in Hals reinschauen), beim määnl. Zahnarzt führte nur die Ansprache zu einem verzweifelten Schreianfall. Also im Prinzip die gleiche Frage. Ich bin gespannt auf Ihre Antwort, schon mal vielen dank susanne
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