Mitglied inaktiv
Hallo, unser Sohn, jetzt 3 Jahre und 2 Monate, geht seit etwa 3 Monaten in den Kindergarten. Er weigerte sich bis zum dritten Geburtstag auf die Toilette zu gehen. Er versprach es dann zu seinem Geburtstag und hat sich meistens dran gehalten. Nachts ist er trocken. Er sagt meistens nicht von selbst, dass er muss, sondern erst wenn wir ihn fragen, wenn er so rumtrippelt. Im Kindergarten trägt er eine Lernwindel und mag dort nicht aufs Klo gehen. Das hat natürlich zur Folge, dass dort jeden Morgen die Lernwindel voll ist und ich hingehe, um ihn sauberzumachen (wir wohnen quasi ums Eck). Er weint immer noch morgens, wenn ich ihn hinbringe und hält sich abseits von den anderen Kindern. Im Laufe des Morgens wird es besser und um 12 will er nicht nach Hause, man kennt das ja. Kann es denn sein, dass dies vieleicht daran liegt, dass er nicht hin will? Ist es möglich, dass dies ein "Stressanzeichen" ist? Vielen Dank schon mal für hilfreiche Tips.
Hallo, vermutlich kommen beide Faktoren zusammen. Erstens die Druck, trocken und sauber zu werden und zweitens die Schwierigkeiten in der Anpassung an den Ki-ga. Allein, die Tatsache, dass Sie gleichsam um die Ecke wohnen und in den Ki-ga kommen können, um ihm dort die Lernwindel(?) zu wechseln macht es möglich, dass er überhaupt dort bleibt und mittags sogar gar nicht nach Hause möchte. Aber im Grunde ist er überfordert, und es könnte leicht passieren, dass bei einem größeren Konflikt die Anpassungsbereitschaft gänzlich versagt wird. Trockensein und Sauberkeit dürfen in der frühen Fremdbetreuung keine Voraussetzung für den Ki-ga-besuch sein. Das sollten eigentlich alle Erzieherinnen wissen. Und der Übergang in den Ki-ga darf v.a. bei unter 4jährigen nur mit echter sanfter Ablösung erfolgen. Jetzt werden Sie erst einmal so weitermachen müssen. Vielleicht gelingt Ihrem Sohn ja der Anpassungsschritt doch noch ohne größere Konflikte. Viele Grüße
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