Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

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Hallo Herr Dr. Posth, die Gewissheit, nach Hause zu können hat er. Er sagt dennoch morgens, er will nicht in den Kiga, geht dann aber trotzdem. Wir kommen ohne Tränen an. Beim Abschied wieder weinen, wir haben festes Abschiedsritual, das hilft ihm etwas. Er weint mal länger, mal weniger lang (10 - 30 min), so wie anfangs im Sept. 2008. Er hat einen festen Freundeskreis im Kiga u ist recht beliebt bei den Kindern dort. Sie möchten ihm auch helfen, beziehen ihn gleich ein. Nach max. 3 Std. hole ich ihn fröhlich ab, auch tagsüber und nachts zu Hause keine Veränderung. Lösen kann er sich sonst gut von mir, besucht auch mal auf eigenen Wunsch alleine einen Freund / Freundin oder die Großeltern. Bei Urlaub kürzlich auf dem Bauernhof ist er von selbst immer alleine zum Bauern, um zu helfen. Bei Kiga habe ich das Gefühl, umso weniger Aufhebens wir um den Kiga machen, desto besser klappt es, aber eben nicht ganz tränenfrei. Ich steh vor einem Rätsel. Danke u. vG, Crissi


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, offenbar befindet sich ihr Sohn im Hinblick auf den Ki-ga-besuch in einem Ambivalenzkonflikt. Der entsteht immer dann, wenn zwei gleichstarke Bedürfnisse sich in der Erfüllung gegenseitig ausschließen. Ein Kind kann sich da besonders schwer entscheiden. Die Eltern helfen damit, dass sie eine Entscheidung festlegen. Trotzdem empfindet das Kind dann dabei noch Widerstand und lösst diesen in Weinen auf. Zuletzt ist es dann zufrieden. Für Ambivalenzne gibt es naturgemäß keine idealen Lösungen, sonst wäre es nur ein gewöhnliche Konflikt. einen Nachteil müssen Sie in Kauf nehmen. Ist es das Weinen, bleibt der Ki-ga. Soll er nicht weinen, muss er zu Hause bleiben. Insofern kann ich nur bei meiner letzten Antwort bleiben, versuchen mit der Möglichkeit zum Rückzug. Viele Grüße


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