Mitglied inaktiv
Möchte nochmal nachhaken: Zuhause spielt er gern "frei". Er ist sehr phantasievoll, erfindet immer neue Spiele, und übernimmt beim Spiel mit Erwachsenen dann gern die Regie. Die Abneigung Gleichaltrigen gegenüber hat er von Geburt an. In Mutter-Kind-Kursen wollte er nie andere Kinder an der Hand nehmen, nie z.B. Bälle anderen Kindern zuspielen etc. Werde nie vergessen, wie er mit 2 Jahren mal in einem Spielhäuschen allein spielte, und sich ein 1-jähriges auf 2 Meter dem Häuschen näherte. Mein Sohn hat panikartig geschrieen und seine Ärmchen durch das Fenster mir entgegengestreckt. Wollte er rutschen und kam ein anderes Kind auf die Leiter, ging er wieder runter. Ein Junge, mit dem er seit seinem 1. Geburtstag Kontakt hat, versucht auch immer noch geduldig, mit ihm zu spielen, aber er weigert sich heute noch. Solche Beispiele gibt es tausende. Es ist wirklich Abneigung gleichaltrigen Kindern gegenüber (mit älteren hat er keine Probleme), und die hatte er schon vor der Fremdbetreuung.
Hallo, das klingt zunächst einmal interessant, denn solche Entwicklungen sind alles andere als die Norm. Zwar gibt es einige wenige Kinder, die im Kleinkinalter eine gewisse Scheu vor anderen gleichaltrigen Kindern haben, weil sie deren Impulsivität und Unberechenbarkeit fürchten (s. Angst vor anderen Kindern im gezielten Suchlauf), aber dieses Phänomen gibt sich in der Regel spontan, wenn die Kinder in die soziale Phase mit 2-3 Jahre kommen. Wenn Sie also keinen Auslöser für dieses Verhalten ausmachen können, dann wäre die Vorstellung in einer Beratungstelle für Erziehungsfragen sicher nützlich. Ziel sollte sein, in einer oder mehreren Spielbeobachtungen in der Gruppe herauszufinden, ob es sich um eine tiefgreifende soziale Kontaktstörung handelt oder um eine soziale Angst, die in diesem Alter relativ einfach zu behandeln wäre. Viele Grüße
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