Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Posth, manchmal wünschte ich, ich wäre nicht auf dieser Seite gelandet ;) - habe heute schon ein schlechtes Gewissen, weil ich nächstes Jahr wieder arbeiten gehen möchte/muss. Das Problem dabei ist, dass ich von Beruf Flugbegleiterin bin. Ich werde Teilzeit fliegen, d.h. ich bin max. 10 Tage/Mon. für jeweils 3 - 4 Tage unterwegs, meine Tochter ist dann 2 Jahre alt (jetzt 14 Monate). Bisher dachte ich immer, das sei eigentlich optimal, denn ich nehme keine Arbeit oder Stress mit nach Hause und bin 20 Tage im Monat voll für das Kind da. Mir ist aber schon klar, dass es für mein Mädchen erst einmal schwierig sein wird (oder sogar unmöglich?), auf Mama 3 Tage lang zu verzichten. Mein Mann wird sich in diesen Tagen Vollzeit um sie kümmern - sie liebt ihn heiss und innig, jedoch hat sie im Moment eine Phase, in der sie sehr an mir klammert (ist aber mit 14 Mon. doch normal, Stichwort Loslösungsphase?). Ist es möglich (vorausgesetzt, mit der Mutter-Kind-Bindung hat sich alles optimal entwickelt), dass meine Tochter mit 2 Jahren schon so weit ist, dass sie ohne schwerwiegenden Defizite auf mich verzichten kann? Kann ich sie irgendwie darauf vorbereiten? Was mir ausserdem noch Sorgen bereitet, ist die Tatsache, dass unsere Tochter sehr nach dem Papa geraten ist - der war ein extremes Mama-Kind (war nicht im KiGa, schlief sehr lange bei Mutter mit im Bett, mit 12 Jahren das erste Mal ausser Haus übernachtet... allerdings erklärt sich da auch vieles aus der Familienkonstellation) - muss ich damit rechnen, dass meine Tochter das Naturell vom Papa geerbt hat, ohne dass ich eine Chance hätte, da irgendwie entgegenzusteuern? Vielen Dank für Ihre Antwort und auch für die Erfahrungsberichte anderer Mütter. LG Lotte P.S: Mein Eingangssatz war natürlich nicht so ernst gemeint - ganz grosses Kompliment, denn ich finde Ihre Erklärungen sehr nachvollziehbar und ich meine auch, dass sie völlig dem entsprechen, was eine Mutter instinktiv eigentlich für ihr Kind tun möchte - leider wird sie darin heutzutage halt nicht immer von dieser Gesellschaft bestärkt.
Liebe Lotte, mit 2 Jahren sind einige Kinder, was die zeitweilige Betreuung durch eine andere Person angeht, schon ziemlich unkompliziert. Wenn es der eigene Vater ist, dürfte es so gut wie keine Schwierigkeiten geben. Allerdings müßte die Loslösungsphase natürlich und ohne Druck oder Streß stattfinden können und der Vater auch schon gut eingeführt sein in die üblichen pflegerischen Maßnahmen. Dafür haben die Kinder natürlich große Antennen, daß eine solche Übergabe für sie selbst mit Nachteilen verbunden ist. Der Vater sollte also während der Abwesenheit der Mutter vollständiger Ersatz sein (Essen,Schlafenssituation,erste Spiele, etc.) und sollte wenigstens ähnlich reagieren wie die Mutter. Die Trennungssituation könnte man vorher auch schon etwas üben mit viel kürzeren Abwesenheitszeiten und der Möglichkeit zu schneller Rückkehr. Viele Grüße
Mitglied inaktiv
Das hört sich doch optimal an! 3 Tage in der Woche Papa ganz für sich haben, den Rest Mama, bzw. beide Eltern (Wochenende). 2 Jahre ist zwar jung, aber es ist doch der Papa, der dann für deine Tochter da ist. Wenn sie auch sonst gern mit ihm allein ist, er alles erledigt (erledigen kann *gg*) müsste das doch hervorragend gehen. Ich bin richtig neidisch, weil es offenbar beruflich für deinen Mann möglich ist, so für seine Tochter da zu sein. Das wünschten sich sicher viele Familien. Was das Vorbereiten angeht, weiss Dr. Posth ganz bestimmt Rat. Grüße Franca
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