Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Mit 4 Jahren immer noch Angst vor anderen Kindern/keine Spielgefährten wie helfen?

Frage: Mit 4 Jahren immer noch Angst vor anderen Kindern/keine Spielgefährten wie helfen?

finettchen

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Sehr geehrter Herr Dr. Posth, unser Sohn ist jetzt 4 und hatte schon immer große Angst vor anderen Kindern, vor allem gleichaltrigen oder jüngeren, lauten und wilden. Dies leider auch mit 4 J. kaum besser, angstfreies Spielen nur mit deutlich älteren Cousinen und Kindern d. TaMu. Seit 3,5 Monaten Kiga mit sanfter Ablösung, kleine Gruppen, keine „Rowdies“, geht gerne aber auch dort spielt er nur alleine und beobachtet die anderen, möchte keinen Kontakt zu den Kindern aufnehmen. Er erzählt viel von den anderen Kindern, kennt alle Namen. Besuche von / bei anderen Kindern lehnt er heftig ab „die sind doof“, hat Angst gehauen zu werden u. klammert dann nur bei Mama oder Papa, wir stärken ihm den Rücken. Papa ist generell der bevorzugte Spielgefährte, gleichaltrige Spielgefährten/Freunde bisher keine. Ich mache mir Sorgen, daß er zum Außenseiter wird- soll ich Kontakte gegen seinen Willen intensivieren oder kann ich ihm noch Zeit geben bis er von selbst das Bedürfnis nach Spielgefährten hat?


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, das ist ein bisschen schwer zu beurteilen ohne noch mehr aus der Vorgeschichte zu wissen. Wäre Ihr Sohn 2 Jahre oder nicht viel älter, wäre ein solches Verhalten ziemlich eindeutig noch auf den unreifen Umgang mit der sozialen Gruppe zurückzuführen. Mit 4 Jahren sollte das anders sein und das Interesse an der Gruppe und an etwa gleichaltrigen Spielgefährten der vielleicht charakterlich bedingten Scheu und Schüchternheit klar überwiegen. Ältere Kinder mindern die Angst in der Gruppe unterzugehen oder zu verlieren und der Vater ist ein geliebter Spielgefährte, der ja Loslösungsvorbild ist. Aber der "rau(h)e Wind der peer-group" weht den Kindern im Ki-ga oder in der Ki-ta um die Nase. Da müssen sie dann bestehen können. Zeigt Ihr Sohn denn den anderen Familienmitgliedern gegenüber eine reifes Sozialverhalten? Gibt es Geschwister? Lässt sich Ihr Sohn auf soziale Spiele ein wie vor allem Rollenspiele. Sie könne mir ja noch einmal schreiben. Viele Grüße


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