Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Mal wieder KiGa-Frage...

Frage: Mal wieder KiGa-Frage...

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Lieber Dr. Posth, wir versuchten unseren Sohn (3,5) in den KiGa einzugewöhnen, was wir abbrachen, da es ohne Tränen nicht gegangen wäre. Er hat sich noch nie sonderlich für andere Kinder interessiert, auch wenn wir immer wieder Versuche starteten. Spätestens mit 4 möchten wir ihn jedoch gern in den KiGa bringen, mit ihm ist das jetzt ausgemacht. Jedoch sagen mir alle (Erzieherinnen, Eltern), dass es auch in diesem Alter nicht ohne Tränen ablaufen wird. Ich bezweifle, dass ich das kann – abgesehen davon, das ich das für einen Vertrauensbruch halte, ihn gegen seinen Willen bei fremden Menschen zu lassen. Die Erzieherinnen plädieren immer für baldiges Dortlassen, mit dem Argument, dass sie nicht an ihn herankommen, wenn ich noch dabei bin. Ich möchte natürlich auch, dass er Kontakte zu Gleichaltrigen aufbaut. Also: lieber Tränen als gar kein KiGa oder umgekehrt? Liebe Grüße und guten Rutsch Ina. P.S. Können Sie als Ergänzung zu Ihrem Buch noch eines zur kognitiven Entwicklung empfehlen?


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, zur kognitiven Entwicklung des Kindes im ersten bis vielleicht zweiten Lebensjahres gibt es ein gutes Buch von Sabina Pauen mit dem nicht ganz zutreffenden Titel "Was Babys denken". Auf jeden Fall lohnenswert! Sie haben prinzipiell Recht, wenn Sie Vertrauensbruch mit ins Spiel bei der harten Ablösung im Kindergarten bringen. Anders ist es bei sanften Ablösung (s. gezielter Suchlauf). Es kann aber durchaus sein, dass Ihr Sohn mit 4 Jahren so gut wie gar keine Probleme bei der Ablösung im Ki-ga zeigt, denn sein geistiger Horizont ist größer geworden, und er kann seine Umgebung dann viel besser einschätzen. Sicherheitshalber würde man auch dann zunächst einmal den Weg der sanften Ablösung wählen, wobei Sie sich mit den Erzieherinnen einigen müssen. Die meinen nämlich immer noch, an ein verängstigtes, unsicheres und nur auf Druck sich anpassendes Kind sei von Ihnen besser zu steuern. Viele Grüße


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