Mitglied inaktiv
Hallo, meine Tochter (fast 9 Monate) fremdelt noch ein bisschen, wenn wir meine Eltern besuchen. Sie sieht sie etwa alle 4 Wochen immer für einige Tage. Anfangs geht sie erstmal nicht zu ihnen auf den Arm. Nach einer Weile traut sie sich, oft will sie aber wieder zu mir zurück. Manchmal ist es so, dass meine Tochter ganz zufrieden bei meinen Eltern ist, wenn ich nicht dabei bin. Komme ich irgendwann hinzu und sie sieht mich, dann jammert sie und will zu mir. Heißt das, dass sie mich "vergisst", wenn ich gerade nicht da bin? Sie ist ja dann zufrieden und jammert nicht hinter mir her. Oder wie kann man sich das Verhalten erklären? Sollte ich sie dann auch immer sofort nehmen oder wäre es auch okay, wenn meine Eltern sie versuchen zu beruhigen/ abzulenken, was auch manchmal gelingt? Paradoxerweise geht m. Tochter manchmal zu fremden Leuten auf den Arm,wie es heute auf einer Feier der Fall war. Sie machte dabei einen interessierten, angstfreien Eindruck.Gibt es 1 Erklärg.dazu? DANKE
Stichwort: Fremdeln Stichwort: Fremdeln Hallo, das Fremdeln dient in der Natur des Menschen einerseits als Bestätigung, eine Bindung eingegangen zu sein, andererseits auch als Schutzreflex, sich vor gefährlichen Abenteuern in Acht zu nehmen. Dem Fremdeln steht die Neugier gegenüber und das Interesse, etwas auszuprobieren. Menschen, die auf Dauer nur Fremdeln, entwickeln Angst und verkriechen sich zuletzt. sie lernen nichts kennen, was ihre Angst überwinden hilft. So gehen Kinder manchmal ganz spontan Risiken ein, wenn sie die Lust dazu überkommt. Das betrifft vor allem anderen Menschen, wenn diese ihnen interessant und/oder sympathisch erscheinen. Das Neue, was sie dabei erfahren, hilft ihnen dabei, zuviel Fremdenangst zu überwinden. Das Verhalten Ihrer Tochter ist somit gut verstehbar. Viele Grüße
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