dinsa
Sehr geehrter Herr Dr. Posth, sicherlich lässt sich das nicht verallgemeinern,dennoch interessiert mich Ihre Einschätzung sehr. Welche Kita ist Ihrer Meinung nach am geeignetsten für einen im November mit 3 Jahre kommenden Sohn mit starkem Temperament und sehr wuseligen Verhaltensweisen. Er ist immer in Gange und sucht gerne was Neues. Städtischer mit teiloffenem Modell oder Kita mit offenem Modell? Wäre eine feste Struktur besser,auch in Anbetracht auf die spätere Schule? Dort geht es ja auch nicht immer nach Lust und Laune,leider. DANKE
Hallo, die Konzepte eines Ki-gas sind zwar für die Entfaltungsmöglichkeiten eines Kindes nicht unwichtig, im Wesentlichen kommt es aber darauf, welches Ablösungsprinzip der Ki-ga oder die Ki-ta anbietet. Denn je kleiner die Kinder sind, und das gilt grundsätzlich für alle U3s, ist eine sanfte Ablösung unverzichtbar. Sicher reagieren die Kinder insgesamt auch in diesem Alter schon unterschiedlich, aber das Risiko einer Entwicklungskrise durch harte Trennungsmanöver ist einfach zu groß. Kinder, die sehr expansiv und unternehmungsfrudig sind, kommen mit einem teiloffenen oder sogar offenen Modell gut zurecht. Es setzt aber voraus, dass sie sich dabei auch gut organisieren können und soziale Strukturen akzeptieren können. Kinder, die Gefahr laufen Symptome einer ADHS zu entwickeln, benötigen eher geschlossene und stukturierte Konzepte, weil sie auf diese Weise fehlende innere Strukturen von außen ersetzt bekommen. Zur tatsächlichen Entscheidung sollte jeder Gefragte ein Kind erst einmal ganz gut kennen. Viele Grüße
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