Mimi46
Liebe Dr. Posth, unsere Tochter (26 Mo) ist mit 13 Mo in die Kita gekommen. Ich habe Ihre Ausführungen zur frühen Frembbetreuung gelesen, es war und ist uns jedoch leider nicht anders möglich. Die Kita ist toll, die Erzieherinnen kümmern sich sehr liebevoll, die Kinder werden viel in den Arm genommen, lange ist unsere To im Arm in den Schlaf begleitet worden, das braucht sie jetzt nicht mehr. Was uns auffällt, ist, dass ihr das Verabschieden schwer fällt. Sie ist dann nicht so fröhlich, sondern schon ganz auf die Kita/Erzieherinnen fixiert. Sie freut sich immer, wenn wir kommen und auch ansonsten ist sie aufgeschlossen, interessiert und "selbstbewusst" , gleichzeitig liebevoll (v. a. zu mir, der Mutter) ist. LL über Vater durch Erzieherin aber problematisch (bereits zuvor an Sie geschrieben). Wie können wir ihr den Abschied erleichtern und ist das besorgniserregend od "nur" dass der Abschied eben schwer fällt? Liebe Grüße und Danke!
Hallo, das Kind leistet immer eine Anpassungsreaktion, die es mehr oder wenig unter Stress setzt. Dieser Stress wieder wird aber nur aus wissenschaftlichen Gründen gemessen. Daher weiß man im Einzelfall nicht, wie stark sich der Stress bei dem ein oder anderen Kind auswirkt. Aber am Verhalten lässt sich das auch ganz gut ermitteln. Dabei ist Freundlosigkeit beim Abschied eines der ersten Symptome, aber vielleicht auch das noch harmloseste. Die Freude beim Abholen ist immer als günstiges Zeichen zu werten. Die häuslichen Störungsreaktionen sind als Beziehungsstörungen dann aber sehr ernst zu nehmen. Das ist bei Ihnen nun nicht der Fall. Der Abschied fällt dem Kind vom Vater als dem Loslösungsvorbild leichter als von der Mutter, aber dafür muss wiederum die Loslösung stimmen. Also wenn Sie etwas tun wollen, dann die Loslösung verstärken und den Vater das morgendliche Bringen übernehmen lassen. Viele Grüße
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