schoenereise
Lb Hr. Dr. Posth, mein Sohn soll schon (längst, sagen Fam.+Land :)) in den Kiga. Wir versuchen es jetzt für 2 Vormittage, bei seinem Wunsch dann öfter. Er (33 Mon.) ist offen, sprachgewandt, Familienbett…, noch häufigst stillend. Er sucht Kontakte, ist rel. autonom, meidet Stress. Ich beobachte und achte seine Suche nach dem Selbst. Wir treffen regelmäßig und täglich Freunde (Mamas+Kind) und machen Kurse. Einmal 2 Std. kommt Leihoma. Bei der Eingewöhnung sagt mir mein Mutterherz, erst dann wegzugehen, wenn er es zeigt/will. Die Erzieherin ist anderer Meinung aber evt. bereit (?). Als Argumentationshilfe möchte ich ihr Ihr Buch ab S. 304 vorlegen. Die EZ will, dass wir zur Eingew. täglich kommen. Ich habe Zweifel am Nutzen des Herausreißens aus der Wochenroutine (= 2. Konflikt mit EZ). Wäre es aber für die Ablösung förderlich, die Kita zur Eingew. tgl. zu besuchen und erst danach seltener? Herzlichen Dank!
Hallo, was sich die Erzieherinnen vom täglichen Kommen der Kinder erhoffen, ist die schnellere Eingewöhnung durch Routine. Da mag etwas dran sein, wenn die Eingewöhnung noch den richtigen Kriterien verläuft. Aber wenn die Umstände stimmen, freut sich ja das Kind recht bald auf den Ki-ga-Besuch, und dann ergibt die die wöchentliche Frequenz von selbst. Mit anderen Worten, es kommt immer auf die richtige Ablösungs-Methodik an. Stimmt sie nicht, häuft sich nur der morgendliche Stress. Einen Auszug aus meine Buch den Erzieherinnen zu geben, ist ein gute Idee. Das Mindeste, was sich ergibt, ist eine -hoffentlich fruchtbare- Diskussion über das Thema. Ich habe den Eindruck, dass viele Erzieherinnen eigentlich gar nicht genau wissen, was bei der Ablösung passiert, und wie die Dinge zusammenhängen. Und die offiziellen Empfehlungen der Fachgesellschaften, die Gott sei Dank nun auch fast alle die richtige Ablösungsmethodik empfehlen, sprechen nur theoretisch davon, erklären aber nicht, warum dieser entwas anstrengendere Weg wichtig und notwendig ist. Viele Grüße und viel Erfolg.
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