henricke
Lieber Herr Dr. Posth, meine Tochter ist 21 Monate alt, sehr gut gebunden und die Loslösung geht auch prima voran. Sie ist unglaublich interessiert an anderen Kindern und lamgsam bekomme ich den Eindruck, dass es für sie ganz gut wäre einen regelmäßigen Kontakt zu anderen Kindern zu bekommen. Wir treffen zwar mindestens 2x die Woche andere Kinder und gehen 1x die Woche zum Kinderturnen, aber vielleicht wäre eine Regelmäßigkeit auch in Ort und bei den Kindern wichtig? Wir ziehen vermutlich Ende nächsten Jahres in eine andere Stadt. Sollen wir einen Kindergartenbeginn erst nach dem Umzug wagen? Ist es schlimm für Kinder, wenn sie eine Gruppe wecheln müssen? Zudem frage ich mich, ob es an der Zeit wäre sie auch mal einer anderen Person als uns (Mama&Papa) in Betreuung zu geben. Ich dachte an einen Babysitter. Ist das vielleicht auch langsam wichtig für eine gute Loslösung? Und wenn, wie lange muss sie diese vorher kennen, bevor ich sie mit ihr allein lasse?Viele liebe Grüße, Henrike
Liebe Henrike, die Dauer der sanften Ablösung bestimmt allein das Kind, wenn man es richtig machen will. Wie lange das dauert, hängt von verschiedenen Faktoren ab, aber auf jeden Fall vom Bindungsstatus und dem Charakter des Kindes sowie von der Einfühlsamkeit der neuen Bezugsperson. Je jünger das Kind ist desto länger dauert dieser Prozess gewöhnlich. Also voraussagen kann ich Ihnen da nichts. Aber jetzt mit knapp 2 Jahren kann man durchaus einen Babysitter engagieren. Der Wechsel einer Gruppe ist in diesem Alter für das Kind noch nicht so entscheidend, da vorerst noch keine Freundschaften geschlossen werden. Einzig die Bezugserzieherin ist in der Fremdbetreuung eine entscheidende Konstante. Als Fremdbetreuung zählt alles, was außerhäusig und mit nicht familiären Bezugspersonen stattfindet. Im Moment scheint mir Ihre Tochter sozial gut versorgt zu sein. Mit dem Ki-ga warten Sie vielleicht wirklich besser bis nach dem Ortswechsel. Viele Grüße
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