Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, mein Sohn (2 1/2) kommt morgen in den Kindergarten (U3 Kinder). Ich gehe davon aus, dass die Eingewöhnung recht problemlos verläuft, da er gerne mit anderen Kindern zusammen ist. Wie gehe ich jedoch damit um, wenn er nach ein paar Wochen nicht mehr in den KiGa gehen möchte oder bei der Verabschiedung weint? Muss ich dann hart bleiben oder auf ihn eingehen? Gibt es da eine Zwischenlösung? Was kann ich ihm sagen,wenn er nicht alleine dort bleiben möchte bzw. nicht hin will? Eigentlich ist mein Sohn schon gut losgelöst, momentan macht er aber durch die Geburt seines Bruders eine regressive Phase durch. Vielen Dank, Andrea O.
Liebe Andrea, Ihr Sohn kann von seinem Alter noch nicht verstehen, warum er überhaupt in einen solchen Ki-ga muss. Ihm kann es nur gefallen, wenn er ausreichend motiviert ist, auch ohne gewohnte Bezugsperson dort zu bleiben. Ängstliche Kinder fühlen sich aber sofort verlassen, wenn die Mutter fortgeht und sie dort allein lässt. Daher müssen eigentlich alle Kinder in der frühen Fremdbetreuung durch eine sanfte Ablösung in den Ki-ga aufgenommen werden (s. gezielter Suchaluf). Fortschrittliche Erzieherinnen haben diesen Grundsatz inzwischen akzeptiert. Er macht natürlich mehr Arbeit. Aber gemessen an dem Risiko, durch falsche frühe Fremdbetreuung ein Trennungstrauma und Trennungsangst auszulösen, ist diese Arbeit gering. Falls Ihr Sohn erst nach ein paar Tagen Schwierigkeiten macht, was durchaus möglich ist, dann müssen Sie (wieder) dabei bleiben, oder ihn vorerst wieder mit nach Hause nehmen. Bei sanfter Ablösung dürfte aber ein solcher Schritt nicht notwendig werden. Viele Grüße
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