Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth, wir stehen vor der Entscheidung, ob unser 3jähr. 9/2008 in den KIGA (Montessori) gehen soll. Seit 9/2007 ist er in einer Vor-KIGA-Gruppe (Montessori). Sanfte Ablös. war leider nicht so möglich, wie wir wollten. Das ist hier (ländl. Gegend) nicht üblich und wurde weder von den Erz. noch von den Eltern gebilligt. Wir sind so lange wie mögl. (mehr. Wochen)dabei geblieben , aber ganz ohne Tränen ging leider nicht. Trotzdem gefällt es unserem Zwerg dort immer wieder sehr gut. Jan. und Feb. war er richtig begeistert und hat viel von seinen Freuden in der Gruppe erzählt. Genau die ärgern ihn derz. aber(hauen, Sand schmeißen etc.). Weint nun morgens wieder. Er ist defensiv, sehr fantasievoll, weiß sich nicht zu wehren, hat Angst vor forschen Kindern. Gespräch mit Erzieherin ergab: "So sind Kinder halt, er wird das schon lernen...." Wir überlegen, ob wir ihn noch 1 J. zurückstellen sollen. Er hätte dann ja trotzdem u.U. 2 KIGA-Jahre. Viele Grüße und Danke!
Hallo, im Prinzip haben die Erzieherinnen da recht, denn Kinder untereinander probieren Machtstrukturen aus und fangen an zu rivalisieren. Dabei kommen auch aggressive und provokante Handlungen vor. Defensiv eingestellt Kinder haben da schon mal das Nachsehen und müssen Strategien entwickeln, wie sie mit ihrer Geisteshaltung im Machtkampf bestehen können. Diese Erkenntnis heißt natürlich nicht, dass man als Erzieherin alles zulassen muss und ruhig dabei steht, wenn sich die Kinder die Sandschaufeln auf die Köpfe schlagen. Induktion (s. gezielter Suchlauf) und Ermahnen sind auch hier wichtige und erprobte Mittel. Sie können aber Ihrem Sohn mit dem Einverständnis der Erzieherinnen ein paar Wochen Ki-ga-pause gönnen und dann ihn mit Ihrer Begleitung wieder einsteigen lassen. Das setzt natürlich voraus, dass die Erzieherinnen mitmachen. Viele Grüße
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