Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Kiga

Frage: Kiga

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Sehr geehrter Herr Dr. Posth, ich bin hin- und hergerissen, ob ich meine Tochter mit 3 J. oder mit 3J. 11M. in den Kindergarten geben soll. Für knapp 4 spricht, dass in keinem der 5 infrage kommenden Kigas die sanfte Ablösung möglich ist oder toleriert wird! Für 3 spricht, dass sie ein Einzelkind ist; im Verwandten-/Bekanntenkreis gibt es keine Kinder. Wir gehen einmal wöchentlich zur Musikschule (aber dort findet kein freies Spiel statt), einmal wöchentlich zu einem Spielkreis, wo sie aber mit 2J. 5 M. die Älteste ist – viele gehen in ihrem Alter schon in die Krippe. Mit zunehmendem Alter wird es aus diesem Grund auch immer schwieriger, in Spielkreisen auf Gleichaltrige zu stoßen, mit 3 dann sowieso. Sonst gehen wir noch in den wärmeren Jahreszeiten auf den Spielplatz. Was raten Sie uns? Danke!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, das Problem, dass jetzt immer mehr Kinder im Kleinkindalter sich in einer insitutionalisierten Fremdbetreuung befinden und die Spielplätze zunehmend verwaisen, nimmt zu. Was jetzt noch geht, wären Treffen gleich betroffener Eltern in größerem Umkreis, die sich dann mit ihren Kindern besuchen. Es gibt in den Städten auch öffentliche Angebote für Kinder in einem bestimmten Alter. Kinderturnen, Musikschule und Sportclubs für sog. Minis gibt es außerdem. Aber irgendwo ist dann Schluss. Diese Situation wird sich in Zukunft noch verschärfen. Aber in der Sozialpolitik gibt es im Moment keine Umkehr mehr. Alle Eltern müssen sich jetzt mit diesen Entscheidungen herum quälen. Ich kann sie ihnen leider nicht abnehmen. Viele Grüße


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