Mitglied inaktiv
Sohn 3J 8M ängstlich/schüchtern ist seit Sep. im Kiga (Sanfte Eingw). Nach 2 Wochen durfte ich ohne Probleme kurz gehen, was ich zeitlich ausdehnte. Nach wenigen Tagen Abwesenheit fing er an zu weinen, so dass man anrief. Ich fuhr sofort hin. Laut Erzieherin fiel nichts vor. Danach durfte ich nicht mehr wegfahren, seitdem bleiben wir. Auch bei seinen geliebten Großeltern bleibt er nicht mehr. Er geht gerne hin wenn wir bleiben, doch wir fühlen uns überflüssig. Kleiner Bruder 18M ist dabei, der dort nicht schlafen kann. Bei einer Unterbrechung hätten wir das Gefühl ihm was wegzunehmen bzw. sein Selbstwertgefühl anzukratzen. Im Okt. probierte er sauber zu werden, kehrte aber zur Windel zurück. Wir vermuten, dass ihn etwas uns Unbekanntes in seiner Entwicklung hindert. Seit Nov. arbeite ich, mein Mann ist in Teilzeit gegangen, so dass immer einer bei den Kindern ist. Die Loslösung hatte, besonders nach Bruders Geburt, gut über den Vater geklappt. Sollen wir weitermachen oder unterbrechen?
Hallo, mit weitermachen oder unterbrechen meinen Sie das Trocken- und Sauberwerden? Lassen Sie Ihrem Sohn die Zeit. Er scheint durch die verschiedenen Herausforderungen im Moment etwas überfrachtet zu sein. Eingewöhnung im Ki-ga (mit kleinem Fehlschlag), Wiederaufnahme der Arbeit von Ihnen, Veränderung im familiären Gefüge. Vermutlich würde die sanfte Ablösung im Ki-ga besser funktionieren, wenn eine Erzieherin da wäre, die Ihr Sohn als Ersatzbezugsperson akzeptiert. Denn das ist der andere Teil der sanften Ablösung. Aber das hängt natürlich mit der Größe und Organisation des Ki-gas zusammen und mit dem (leidigen) Betreuerschlüssel. Ich kann Ihnen nur raten, konsequent so weiterzumachen und Ihren Sohn nicht zu drängen. Viele Grüße
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