Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

KIGA-Einführung Zu 48215 v.7.5.

Frage: KIGA-Einführung Zu 48215 v.7.5.

homanna

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Lbr Dr Posth, vielen Dank!Ich begleite weiter. Es gibt morgens 2Hürden zu meistern. 1x d.Einstieg i.Gruppe und,wenn dieser geschafft,die Verabschiedg. Ist es noch ok,dass Einstieg in Gruppe nach fast 4Mon Kiga-Einführg so schwer?Wie verbessern?Ich sehe kaum Fortschritt. Wenn es mir o.Erz.gelingt,sie ins Spiel zu vertiefen,dann Abschied schwierig.Einige Zeit lief es so,dass ich sagte,ich verabschiede mich schon jetzt,bleibe aber noch 10Min vor Raum.Dabei habe ich gesehen,dass ich schnell vergessen war (spielte toll,war aufgeschl.,selbstständig,keine Angst),ich konnte gehen. Nun aber so auch nicht mehr möglich,sie lässt mich kaum aus Raum gehen.Wenn ich frage,warum ich bleiben soll:Weil ich dich so lieb habe. Kann es sein,dass sie noch „Abschied nehmen“lernen muss,so wie Sie es in 48268 beschrieben haben?Wenn ja,wie kann ich ihr helfen? Doch zu gehen brachte ja heftiges Weinen und Schreien,möchte ich nicht mehr. Brauche auch Argumente,da Gespr.mit KITA-Leitg. 1000Dank!Andrea


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Andrea, Abschied nehmen kann man nicht lernen. Entweder ist man so selbstständig geworden, dass man den Abschied innerlich sofort verarbeitet bekommt. Das ist aber vor allem ein Reifungsprozess. Oder man fügt sich in unabänderliche Bedingungen und leidet. Das Kind ist geneigt, sein Leid offen und je nach Temperament auch vehement zum Ausdruck zu bringen. Ziel ist, den Abschied zu verhindern, da er noch nicht ertragen werden kann. Sie können im Grunde nur so weiter vorangehen, dass Sie den Abschied in Stufen vornehmen. Also erst einmal aus dem Gruppenraum herausgehen, aber noch verfügbar bleiben. Das Kind darf dann schauen kommen, ob die Mutter noch da ist. Es liegt dann viel an der Bezugserzieherin, dass das Kind auch wieder in den Gruppenraum zurückkehrt. Der nächste Schritt wäre das Verlassen der Einrichtung für eine bestimmte Zeit (z.B. einkaufen etc.) aber noch mit dem Versprechen der Rückkehr. Ein Handy für den Notfall hat man dabei. Schließlich kann man sich richtig verabschieden, wobei es mit dem Alter und der Reife zu tun hat, ob man diesen Abschied jetzt ritualisiert mit Winken am Fenster usw. oder ihn noch beiläufig ausführt. Viele Grüße


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