Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Ist zu erwarten das mein Kind besser schläft wenn ich abstille?

Frage: Ist zu erwarten das mein Kind besser schläft wenn ich abstille?

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L. H. Posth! Unsere 15M alte 3.Tochter brauchte von Anfang an viel Nähe u alle 1-2 h die Brust; ich stille sie tags noch 3x, nachts will sie alle 2h trinken, obwohl sie längst vom Familientisch mitißt. Phasenw. hat sie geschafft, von 19.30 bis 5.00 ohne Stillen auszukommen, aber nach einer Weile fordert sie doch wieder häufiger die Brust; stille ich, schläft sie sofort weiter (Familienbett), stille ich nicht, weint sie 2h oder länger (auch bei Papa), obwohl sie dann bei mir auf dem Bauch liegt. Ich habe 3 Ki. u bräuchte dringend erholsame Nächte, manchmal bin ich am Rande meiner Kraft, so dass dann auch die Großen zu kurz kommen.Sollte ich die Kleine abstillen? Ist zu erwarten, dass sie dann besser schläft? Ist ein Schlafprogr. sinnvoll, damit sie alleine Einschlafen lernt (wird bisher in den Schlaf getragen)? Diese Programme lassen Kinder ja (allein oder im Beisein der Eltern) weinen - schadet das der Seele? Oder regelt sich irgendw. alles von selbst, also weiterstillen? L.G. Dani


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Dani, ob sich das von alleine regelt, möchte ich dahingestellt sein lassen. Ich könnte mir denken, dass Verfechterinnen des Langzeitstillens so argumentieren würden. Aber die Kräfte einer 3-fachen Mutter zählen auch. Nur mit Schlafprogrammen dürfen Sie nicht arbeiten. Das schadet der Seele eines kleines Kindes erheblich. Wie soll das Kind diese Zurückweisung und mütterliche Härte verstehen und in sich verarbeiten? Nein, Sie können nur mit dem Programm der Brustentwöhnung arbeiten, wie ich es hier erkläre (s. gezielter Suchlauf unter selbigem Stichwort) und das auf einem weitgehend sanften Beenden des Stillens basiert. Etwas Protest muss dann mit liebevoller Besänftigung auf dem mütterlichen Arm ausgehalten werden (wenn der Vater noch nicht akzeptiert wird). Aber die Brustentwöhnung setzt voraus, dass auch tagsüber nicht mehr gestillt wird. Das ist sogar der erste Schritt. Und zweitens muss abends soviel gegessen werden, dass das Kind für mindestens 8 Stunden satt ist. Denn ein hungriges Kind können sie von nichts entwöhnen. Im Übrigen müssen Sie das Einschlafstillen als Ritual vom Stillen beim Wachwerden in der Nacht trennen. Ersteres kann sogar bleiben, letzteres muss bendet werden. Ein Teefläschchen übergangsweise oder ein Wasserfläschchen in der Nacht sind erlaubt. Aber die machen keinen neuen Hunger und erzeugen kein neues Wachwerden. Überlegen Sie einmal wie Sie vorgehen wollen. Viele Grüße


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