ginila
S.g. Dr. Posth! Mein Sohn (13 Monate, sehr draufgängerisch, entdeckungsfreudig) hat manchmal Angst z.B. vorm Staubsauger. Er ist an dem Gerät an sich sehr interessiert, doch sobald ich ihn einschalte, läuft er weg von mir. Auch in anderen Situationen, bei denen er Angst hat, sucht er nicht mich als Zufluchtsort, sondern rennt weg. Ist das ein Zeichen unsicherer Bindung? Zum Trösten, wenn er sich weh tut oder in der Nacht, braucht er mich. Warum nicht bei Angst? Christine
Hallo, solange Sie am Staubsauger stehenbleiben, kann sich ihr Sohn nicht gut zu Ihnen flüchten, denn Sie befinden sich ja direkt beim Angst-auslösenden Objekt. D.h. Ihr Sohn tut das, was er dann nocht tun kann, nämlich weglaufen. Welches sind denn die anderen Situationen, in denen er Angst hat? Vielleicht haben sie alle dieselbe Konstellation von Furchtobjekt und Bezugsperson. Dann ist das Verhalten erklärbar. Mit Furcht-auslösenden Objekten geht man so um, dass man das Kind in der Bgleitung durch die Bezugsperson in kleinen Schritten mit dem Objekt konfrontiert und solange bei diesem verharrt bis sich das Herzklopfen gelegt hat. Bei jedem Einzelschritt geht man aber nur soweit, wie es das Kind noch gerade frei von Angst toleriert. Viele Grüße
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