Mitglied inaktiv
Lieber Hr.Dr.Posth,rasche Reaktion auf Schreien,Schreien nur tagsüber,sie wurde viel getragen (BB),hat nachts im Eltern-SZ im eig. Bett geschlafen od. mit mir auf d. Couch (wurde gepuckt).Hilfe v.Hebamme,Ostheopathie,Homöopathie (Schreiamb. kannten wir nicht).Kam leider auch (selten) vor, d.sie einige Min.allein geschrien hat (starke Überforderung d. Eltern).Vater+ich haben sehr gelitten,kaum Verständnis von d. Umwelt.Stillen war nicht möglich.Trotzd. ist sie heute m.E.sicher gebunden (weint kurz wenn ich gehe,lässt sich aber trösten,Riesenfreude bei Rückkehr).Haben immer gezeigt,d.wir sie lieben.War nach Schreizeit pflegeleicht,fröhlich,hat sich allein beschäftigt.Erst seit einigen Wochen so,aber würde sie nicht aggressiv nennen (eher weinerlich,sehr anhänglich,fremdelt).Papa kümmert sich gut+oft (nicht tägl. wg.Schichtdienst).Bekommt gerade Zähne+läuft (evtl. Zusammenhang?).Sanfte Ablösung in d. Kita vor ca. 2 Mon. sehr gut geglückt.Wir widmen ihr viel Zeit.Danke und Gruß!
Hallo, nach allem, was Sie mir jetzt über Ihre Tochter erzählt haben, ist eine Loslösungproblematik anzunehmen. Nun steht Ihre Tochter ja noch ganz am Anfang der Loslösungphase, und es ist noch nicht abzusehen, wie es weiter geht. Auf jeden Fall sollte Ihr Mann jetzt versuchen, die Intensität der Betreuung aus dem 1. Lebensjahr mit viel Zuwendung und Bindungsangeboten fortzusetzen. Lassen Sie mal die Reaktionen der Umwelt weg. Mit "Küchenpsychologie" kommen Sie hier ohnehin nicht weiter. Was das "Pucken" angeht, bin ich übrigens sehr skeptisch. Auch Osteopahtie und Homöopathie sind bis auf die spontanen Verbesserungen (immer um die 30%) ziemlich hilflos. Der Widerstand, den Ihre Tochter übt, entspricht ihrem erwachenden Willen, den sie jetzt auf sich selbst bezieht und durchsetzen möchte. Gelingt ihr das nicht, ärgert sie sich massiv. Das ist nicht so ungewöhnlich und charakterisiert ihre Tochter mehr, als dass es eine Aussage über den Stand der Bindung abgäbe. Viele Grüße
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