Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, normalerweise bringe ich meine Tochter 11 Monate immer zu Bett, was problemlos klappt. In der Elternzeit wollte nun mein Mann mal ran. Er hat wirklich alles gegeben, gleiches Ritual, sie schrie wie angestochen. Er schaffte es einfach nicht sie zu beruhigen. Er trug sie auf dem Arm, schaukelte sie, sang, Flasche, nix half. Ich konnte es nicht mehr mit anhören und fragte ihn, ob ich übernehmen soll. Er war sichtlich erleichert. Ich nahm die Kleine auf dem Arm, sofort Ruhe, ließ sie noch etwas auf meinem Arm zur Ruhe kommen und konnte sie dann problemlos hinlegen, schlief dann in ihrem Bett gut ein wie immer. War es falsch, dass ich eingegriffen hab? Hätte ich ihn machen lassen sollen? Weiter probieren? Meine Kleine und ich haben eine stabile enge Bindung und ich hatte das Gefühl sie wollte Mama, klebt am Tage sowieso immer an mir dran. Spielt aber immer ganz toll mit Papa und liebt ihn abgöttisch. Wir lassen sie nie schreien, schläft problemlos alleine und durch. Danke
Hallo, die Loslösung (über den Vater) fängt ja jetzt erst an. Das gelingt zunächst am Tage, wenn Ihre Tochter wach ist und zufrieden. Aber die kritischen Momente wie das Eisnschlafen oder häufig auch das Trösten funktionieren vorerst nur über die primäre Bezugsperson, die Mutter. Das sind ziemlich normale Vorgänge, die sich umso deutliche abzeichnen, je sensibler das Kind ist. Es ist richtig als Mutter dann einzugreifen, wenn man das Gefühl hat, jetzt geht beim Vater gar nichts mehr. Denn sobald der Stress richtig ausgebrochen ist, kommt der Säugling ohne die Mutter auch nicht mehr zur Ruhe oder nur noch über den Zustand der Erschöpfung. Der aber tut keinem gut, dem Vater nicht, dem Kind nicht und auch nicht der Mutter. Aber Versuche sind immer wieder angesagt. Viele Grüße
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