Mitglied inaktiv
Hallo, Herr Dr. Posth, meine Tochter Annika (31/4 Jahre) ist in den Kindergarten gekommen, und eine Vermutung, dich ich schon hatte, hat sich bestätigt: Annika ist im Vergleich zu anderen Kindern geistig sehr weit entwickelt (sprachlich, kognitiv, feinmotorisch). Sie spricht in sehr komplexen Sätzen, kann über ihr Befinden gut Auskunft geben, malt sehr detaillierte Kopf- und Bauchmännchen, löst schwierige Puzzle, kann sämtliche Buchstaben, zählt bis 20, erfasst die Augen eines Würfels mit einem Blick....., auch ihre sozialen Fähigkeiten sind überdurchschnittlich, sie ist dann allerdings immer sehr enttäuscht, wenn andere Kinder ihres Alters noch nicht sozial handeln (Teilen, Regeln beachten, Abwechseln...). Aber: Motorisch ist sie dafür etwas "zurück". Sie will nicht Roller, nicht Laufrädchen, nicht Dreirad fahren. Auf dem Spielplatz backt sie lieber Kuchen anstatt zu klettern und zu rutschen, Schaukeln bitte nur mit anschucken, etc... Obwohl sie eigentlich durchaus muskulös gebaut ist, wenn auch sehr zart. Meine Frage sind nun: 1.) Wie kann ich ihre grobmotorischen Fertigkeiten etwas fördern, ohne sie zu frustrieren? (Wenn etwas nicht gleich klappt, ist sie sehr ungeduldig!) 2.) Wie soll man mit dieser schnellen geistigen Entwcklung umgehen? Das Interesse für Buchstaben und Zahlen kommt von ihr. Wenn sie so weitermacht, habe ich Angst, dass sie sich in der Schule langweilt und sie ist doch erst 3. Auf der anderen Seite kann ich diesen natürlichen Wissensdurst doch nicht einfach bremsen. 3.) Ist es generell ratsam auf einen Ausgleich zwischen diesen beiden Extremen hinzuwirken, oder sollte man den Dingen einfach ihren natürlichen Lauf lassen? Vielen Dank im Voraus rose
Liebe Rose(?), auf jeden Fall sollte man der kindlichen Entwicklung auch ihren natürlichen Lauf lasse. Es geht nie darum, alle Kinder auf einen gleichen Stand zu bekommen. Nur wenn echte Defizite in einem Bereich erkennbar werden, ist es empfehlenswert, dagegen etwas zu unternehmen. Der natürliche Wettbewerb unter etwa gleichaltrigen Kindern ist da ebenso erwünscht, wie die sanfte Förderung durch die Eltern. Sanft heißt geduldig sein, und diese Geduld auf das Kind übertragen. Da, wo Kinder ihre Stärken haben, sollte man sie nicht bremsen, denn über Erfolge auf diesem Gebiet holen sie sich Selbstvertrauen und Selbstbewußtsein. Allenfalls eine geschickte Steuerung ist nötig. Viele Grüße
Mitglied inaktiv
Hallo, da kann ich einige Parallelen zu meiner Tochter feststellen; sie wird im Dezember 4. Ich hatte das im Juni im Kindergarten angesprochen, dass Franca, z.B. auch wenn man sie auf dem Dreirad schob, überhaupt nicht lenken konnte. Sie steuerte einfach auf den Acker zu. Es war ohnehin eine Ausnahme, wenn sie sich mal darauf setzte. Die Erzieherin sagte mir, dass sie das nun mit Hilfe Francas Freundin fördern wolle. Eine Woche später fing sie an Roller zu fahren. Sie war total stolz und übte zu Hause immer weiter. Dann ist sie auf Dreirad und Fahrrad mit Stützrädern umgestiegen. Und jetzt fährt sie wie wild durch die Gegend. Das ging ganz plötzlich ganz schnell. Man musste sie nur irgendwie dazu bewegen, es zu probieren, denn die motorischen Fähigkeiten sind ja auch wichtig für die Hirnentwicklung. liebe grüße Judith
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