Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Frage zu Eingewöhnung Krippe

Frage: Frage zu Eingewöhnung Krippe

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo Dr.Posth,mein Sohn(27M.korr.24M) geht seit dem 4.9. in die Krippe die Eingewöhnung lief recht gut und er geht sehr gerne hin, wenn ich komme schaut er mich kurz an und spielt dann weiter manchmal lacht er mich auch an. Aber richtig begrüssen tut er mich nicht macht er nie wenn ich weg war. Er sagt auch jeden Tag das er in die Krippe will, bin mir nicht sicher ob er sich jetzt von mir gelöst hat(bin alleinerziehend) er suchte schon bevor er in die Krippe kam vermehrt Kontakt zu anderen Erwachsenen aber behält mich dabei mehr oder weniger im Blick.In den ersten beiden Wochen der Krippe weinte er mehrmals klammerte auch und wollte mit nach hause nicht alleine da bleiben jetzt will er oft gar nicht weg wenn ich komme,ich darf dann allerdings nicht nochmal gehen. Zuhause ist es so das er überall wieder mit hin will, was mich irritiert!Sprachlich singt er jetzt schon ganze Lieder(natürlich nicht 100%richtig) wie Backe, Backe Kuchen oder Hänschen klein bin echt beeindruckt.Danke Sandra


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

Beitrag melden

Liebe Sandra, daß Ihr sohn durch das Alleinsein in der Krippe erheblich irritiert ist, spüren sie an seiner wieder angewachsenen Anhänglichkeit. Die Störung ist wahrscheinlich in dem Moment entstanden, als sie ihn in der Einrichtung zurückgelassen haben und er sich weinend in sein Schicksal gefügt hat. Er hat dabei gelernt, seine Gefühle nicht mehr richtig wahrzunehmen, was man als Vermeidung bezeichnet. Kinder mit vermeidenden Bindungen zeigen bei der Rückkehr ihrer Mütter eine merkwürdige Gelassenheit. Die Pädagogik hält dieses Verhalten für einen gelungenen Anpassungsmechanismus. Aber in Wirklichkeit ist es nur ein notgedrungener Anpassungsmechanismus. Mit einer gelungenen Loslösung hat das nichts zu tun. Im Augenblick können Sie nichts anderes tun, als zu Hause die wieder entstandene Anhäglichkeit zu akzeptieren und ihrem Sohn auf diese Weise die angestrebte Sicherheit in der Bindung zurückgeben. Diesen Vorgang würde man in der Kinderpsycholgie als Regression bezeichnen (gezielter Suchlauf unter selbigem Stichwort). Viele Grüße


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Guten Morgen Herr Dr. Posth, mein Sohn (wird Mitte November 1 Jahr) geht demnächst in die Krippe, da ich am 01.12. wieder arbeiten muss. Jetzt kommt die Kindergärtnerin Mitte September zum Hausbesuch, wo wir auch die Eingewöhnung besprechen werden. Man arbeitet dort wohl mit dem Berliner Modell. Mein Sohn war bisher noch nie bei jemand anderem all ...

Guten Morgen Herr Posth, meine Tochter ist 17 Monate alt. Sie soll ab Nov. jeden Tag 3 Std. im Kindergarten sein. (gemischte Altersgruppen von 15 Monaten bis 6 Jahre, Familiengruppen mit ca. 20-24 Kindern und 4 liebevolle Erziehern.) Wir kommen aus Ungarn u. so haben wir hier keine Hilfe. Sie wird noch gestillt, schläft im Familienbett .Sie i ...

Hallo, Dr. Posth, unsere Tochter 23,5 Mon. geht seit 9 Tagen in die Krippe. Die Kleine war fast ausschließlich von mir betreut. Erste 10-min. Trennung am 3.Tag war ok. Die zweite 30-min. Trennung am 4.Tag und dritte 45-min. Trennung waren eine Katastrophe. Meine Tochter hat fast die ganze Zeit nach mir geschrieen: „Mama, zu Hause“ und ließ sich kau ...

Hallo Dr. Posth, unser Sohn ist 23 Monate alt und wir sind seit 3 Wochen in der Eingewöhnung, die aber nicht so recht klappen will. Die Krippe versucht sich irgendwie am Berliner Modell. Der erste Trennungsversuch wurde nach 3 Tagen anberaumt. Mein Sohn hat, wie von mir erwartet, sehr geweint. In den folgenden Tagen wurden weitere Trennungsversuch ...

Lieber Dr. Posth, seit Anfang Oktober Eingewöhnung meines Sohnes (27 Monate) in einer Minikrippe (max. 10 Kinder, 2-3 Erz.). Anfangs problemlos, konnte relativ schnell in anderen Raum u dann auch ganz raus gehen, nach ca. 5 Wochen plötzlich morgens Weinen beim Ankommen. Bin wieder dabeigeblieben, einmal ging es dann, bin gefahren, mußte aber zurück ...

Hallo. Unsere Tochter ist im Mai 2 geworden. Am 5. August kommt sie in die Krippe.Wir haben Mitte September Urlaub wo wir auch gerne wegfahren würden. Ist das sinnvoll sie dann schon wieder aus der Krippe zu nehmen? Sollen wir den Urlaub auf Oktober verschieben oder dieses Jahr besser gar nicht? Nicht das wir wieder von vorne anfangen mit der Einge ...

Hallo, seit 3 Wo Eingew. Erst spielfreudig/offen, noch kein Probl bei 1.kurzer Trenng. Am 6.Tag Trenng à45Min, ich wurde ab. nach 30Min geholt, da So weinte/müde war. Tag darauf direktes Abgeb, So weinte/kreischte u ließ sich fast 30Min nicht beruhig. Durfte erst nach 45Min zu ihm, da Erzieher meinten nur Wut/Trotz. Seit dem 8.Tag immer weinen beim ...

Lieber Dr. Posth.Tochter 19 Mon. wird seit 2 Wochen in Krippe eingewöhnt.Berliner Modell, leider 2:15 Betreuungsschlüssel.Unser Kind hat im 1.Lebensjahr viel geweint,wir waren immer da.Nie schreien gelassen.Zuhause ist sie fröhlich und meist ausgeglichen.Braucht immer etwas Zeit um mit anderen Menschen warm zu werden.Loslösung durch Papa super.1. W ...

Sehr geehrte Frau Henkes, meine Tochter, 18 Monate,  wird seit 3 Wochen in der Krippe eingewöhnt. Die ersten zwei Wochen begleitete der Papa, seit dieser Woche die Oma. Wir haben entschieden, dass ich nicht die Eingewöhnung begleite, weil wir davon ausgehen, dass die Ablösung von mir ihr noch schwerer fällt. Jedoch zweifle ich inzwischen, ob di ...

Sehr geehrte Frau Henkes, ich schreibe Ihnen, weil ich von der Reaktion meiner Tochter, wenn ich sie von der Krippe abhole, verunsichert bin. Die Eingewöhnung in die Krippe hat vor 3 Wochen sehr langsam begonnen, da war meine Tochter 11 Monate alt. Bereits am ersten Tag hat sie sich über die anderen Kinder gefreut, wollte jedoch nicht, dass ich ...