Mitglied inaktiv
Mein Sohn wird nächste Woche 4. Er ist ein starker, selbstbewusster Junge. Alles ist gut gelaufen in den letzten 4 Jahren, feste Bindung, gute Loslösung, keine Problem mit Schlaf oder Trotz. Seit 2 Wo. ist er im Kiga. Papa machte die Eingewöhnung - sehr unkompliziert. Schon am 2. Tag blieb er gerne für kurze Zeit alleine, in den Tagen danach immer fröhliche Verabschiedung und Verbleib im Kiga für 2 - 2,5 Stunden. Wir wollten nun anfangen die Zeit auszudehnen, nun der Rückschritt. Er freut sich auf den Kiga. Wenn wir dort sind, will er allerdings, dass ich bleibe. Er beginnt zu weinen. Ich erkläre ihm, dass das nicht geht. Wenn ich doch kurz bleibe, ist er hin- und hergerissen. Einerseits will er spielen, andererseits sucht er meine Nähe. Ich gehe dann lieber, um es ihm leichter zu machen. Er mag die Erzieher sehr, die kümmern sich um ihn. Weinen tut er beim Abschied trotzdem, beruhigt sich aber nach meinem Weggang. Was sollen wir nun tun? Bleiben oder gehen? Danke, Andrea
Stichwort: sanfte Ablösung Liebe Andrea, im Sinne der sanften Ablösung muß die das Kind bringende Bezugsperson solange bleiben oder sofort erreichbar sein, bis das Kind angstfrei geworden ist und die Person wegschickt. Man findet sehr häufig bei im Wesentlichen unkomplizierten Entwicklungsverläufen das Phänomen, daß beim Kind zunächst eine große Begeisterung für den Ki-ga vorhanden ist, wenn dann aber -sagen wir- der Ki-ga-Alltag einsetzt, die Begeisterung sich verflüchtigt und das Kind sich plötzlich doch wieder seine Eltern herbeisehnt. Diese Klippe muß genauso kindzugewandt aufgefangen werden wie die Anfangsphase, denn sonst entsteht das im Nachhinein, was anfangs gar nicht vorhanden gewesen ist. Vielleicht war in Ihrem Fall die Ausweitung der Ki-ga-Stunden (z.B. über Mittag?) noch zu früh und die Ersatzbindung zur Erzieherin hat noch nicht getragen. Viele Grüße
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