Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, meine Tochter(im Dezember 2 geworden) geht seit Anfang Januar 2x die Woche für 3 Stunden in eine Spielgruppe. Die ersten male bin ich immer noch mit da geblieben,bis sie mich hat gehenlassen. Mittlerweile gehe ich meistens direkt wieder, je nachdem wie sie so drauf ist. Laut Erzieherinnen fühlt sie sich wohl, geht auch aus sich raus, spielt und lacht und macht auch alles mit. Zu Hause ist sie aber seitdem sehr anhänglich, will nur noch im Ehebett schlafen und läßt sich von Papa gar nicht mehr oder nur sehr selten ins Bett bringen oder wickeln. Das klappt nur, wenn ich nicht da bin. Liegt das an der Spielgruppe, ist es noch zu früh für sie? Sie ist auch sonst ein eher ruhiges und zurückhaltendes Kind.Wie können wir uns verhalten? Was kann mein Mann tun um wieder mehr Zugang zu ihr zu bekommen? Vielen lieben Dank! Gruß Claudia
Stichwort: Fremdbetreuung Hallo, es ist zu befürchten, dass Ihre Tochter im Alter von 2 Jahren doch mehr innere Probleme mit der Fremdbetreuung hat, als sie zeigt. Das kann mit einem vermeidenden Verhalten zu tun haben, das sie einnimmt. Es kann aber auch sein, dass die Tagesmutter oder Erzieherin die feinen Signale Ihrer Tochter in der Gruppe missdeutet oder gar nicht wahrnimmt. Nun setzt zu Hause ein regressives Verhalten ein, das die Loslösung zurückdreht und Ihre Tochter wieder an die Bindung zurück verweist. Folglich verhält sie sich anhänglich wie ein 1-jähriges Kind. Offenbar hat die sanfte Ablösung, so sie den konsequent durchgeführt worden ist, nicht zum gewünschten Erfolg geführt. Hierzu könnte der Grund wieder die Erzieherin sein, die es nicht geschaft hat, sich zur Ersatzbezugsperson für Ihrer Tochter zu machen. Wieviel Kinder sind eigentlich in der Gruppe? Möglicherweise nehmen Sie Ihre Tochter zunächst wieder aus der Gruppe heraus. Oder die Erziehrin erkennt das Problem und nimmt ihre Rolle als Ersatzbezugsperson besser an. Viele Grüße
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