Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Einschlafen

Frage: Einschlafen

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Hallo Dr. Posth, mein Sohn ist jetzt knapp 2 Jahre alt und ich bin jeden Abend bei ihm bis er eingeschlafen ist. Das war von Anfang an so und ich habe ihn nie weinen lassen. Wir haben schon immer jeden Abend ein Ritual - Körperpflege, Vorlesen, im Bett noch ein Gutenachtlied singen und dann die Spieluhr. Dann muss ich aber bei ihm bleiben bis er schläft und das kann manchmal bis zu eine Stunde dauern. Ein Mittagsschläfchen macht er seit kurzem auch nicht mehr. Er ist vom Charakter her ein sehr willensstarker Junge und ich möchte dass er optimale Vorraussetzungen für eine gute Entwicklung hat. Deshalb frage ich auch Sie, da ich Ihre Meinung und Ihr Wissen sehr schätze: Meinen Sie dass das noch normal ist dass er seine Mama abends so sehr braucht? Oder ist es eine liebgewonnene Gewohnheit? Wie kann ich dann aber die Situation verändern? Vielen Dank schonmal für Ihre Einschätzung. Liebe Grüsse, Dani


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Dani, lieb gewordene Gewohnheiten gehören mit zum Bindungsprogramm und sind Teil der positiven emotionalen Integration, wie ich es nenne. Aus all diesen guten Verinnerlichungen erwächst dem Kind ein großes Vertrauen in seine Beziehungen und eine solide Basis für seine Ichentwicklung. Es gibt meiner Auffassung nach keine besseren Voraussetzungen für psychische Gesundheit als diese. Das, was Ihr Sohn mit seinen knapp 2 Jahren zeigt, ist absolut altersentsprechend und keine Methode, sie als Mutter zu gängeln. Allerdings sollte es jetzt zunehmned so sein, daß auch sein Vater ihn -in der gleichen liebevollen Weise- zubett bringen kann. Das ist Teil des Loslösungsprogramms. Noch einmal etwa 1/2 Jahr weiter wird sich Ihr Sohn damit begnügen, Sie aus seinem Bett noch zu rufen, um sich ihrer Anwesenheit und ihres Schutzes zu vergewissern. Auch das ist dann normal und nur Teil des üblichen Entwicklungsgeschehens. Viele Grüße


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