Sunflowergirl
Hallo Herr Dr.Posth, ich hatte ihnen schon mal geschrieben wegen meiner 4,5 Jährigen.( sehr schüchtern, anhänglich, frühes fremdeln, Familienbett, nie schreien gelassen). Letztes Jahr 4 Wochen vom Kiga abgemeldet. Hatte keinen Sinn. Habe sie nie allein gelassen. Sah nur immer andere Kinder, die schreiend dagelassen wurden. Nun im neuen Kiga bin ich schon seit 1 Monat mit dabei. Draußen entfernt sie sich schon mal 20 bis 30 Minuten von mir (ohne Blickkontakt). Nur drinnen fällt es ihr noch schwer. Ich muss immer noch in der Gruppe sitzen; lese derweil ein Buch. Sie ist in einer Integrativgruppe mit 24 Kindern und 5 Erzieherinnen, wobei sich mal die eine, mal die anderen mit ihr beschäftigt. Sind das evtl. zuviele Personen? In ca. 3 Wochen kommt unser Baby zur Welt....Mittlerweile fällt es mir auch ganz schön schwer, die Vormittage im Kiga zu verbringen. Die Erzieherinnen überlassen es den Eltern, ob man sein Kind weinend da lassen möchte oder nicht. Wie würden Sie weitermachen? LG S.
Hallo, gerade ängstliche und noch etwas anhängliche Kinder brauchen auch noch jenseits der 4-Jahresgrenze den Bezug zu einer bestimmten Person, an die sie sich halten können, wenn es Probleme gibt. Insofern ist Ihre Frage nach der konstanten Bezugsperson berechtigt. Es ist zwar schon einmal gut, dass die Erzieherinnen bei Ihnen im Ki-ga die sanfte Ablösung zulassen, aber das ist nur die halbe Miete. Zur sanften Ablösung gehört auch das Bezugserzieherinnensystem. Das heißt jedes neue Kind unter 3 Jahren und jedes neue Kind über 3 Jahren, das noch Schwierigkeiten bei der Eingewöhnung hat, bekommt eine feste Erzieherin zugeteilt, von der es morgens begrüßt wird, von der es am Tage belgeitet wird, so lange und intensiv wie nötig und die es auch verabschiedet. In der Regel benötigen das die Kinder nur eine mehr oder weniger lange Zeit, um sich dann ganz zwanglos und frei von Angst in die Gruppe und Gemeinschaft zu integrieren. Es wäre also gut, wenn Sie sich bei Ihnen im Ki-ga mit einer bestimmten Erzieherin darauf einigen könnten, dass sie sich verstärkt um Ihre Tochter bemüht und für sie Ansprechpartnerin wird. Dann müsste es eigentlich gehen. Hoffentlich reichen die 3 Wochen dafür. Alles Gute und viele Grüße
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