LuckyLuke81
Lieber Dr. Posth, jetzt haben wir die 7. Woche des 2. Anlaufs. Die ersten 4 Wochen war ich dabei, zog mich immer mehr zurück, als ich Beziehung zu Erzieh. (bemüht) merkte. Seit 2 Wochen 2-3 Stunden alleine. Keine Tränen beim Abschied, aber er vermeidet Abschiede generell. Geht mit Erzieherin in die Gruppe, fängt an zu spielen. Morgens schwer zu überreden, klappt aber schließlich (immer schwer aus dem Haus zu kriegen). Sagt, er mag KiTa, mag Erzieherinnen, nur die Kinder sind zu laut (sehr sensibel). Darf mich immer anrufen lassen, bisher 2 Mal. Macht bei Gruppenspielen NIE mit, Morgenkreis lassen wir noch aus. Abholen: Je nach Tageslaune(?): meist freudiges mir in die Arme fallen, aber auch 1 Mal geweint, an dem Tag war er schon müde und ist gefallen, ließ sich jedoch wohl trösten. Erz. sind begeistert, spielt mit anderen, hat Spaß. Unterschied zum 1. KiTaVersuch: Bindung an Erz., zu Hause ist alles gut, keine Aggression, keine Regression, wird selbständiger! Weiter so? Vielen Dank!
Hallo, ja, weiter so, obwohl nicht zu übersehen ist, wie schwer sich Ihr Sohn noch tut mit der Integration in die Gruppe und wie anstrengend das ganze für ihn ist. Das ist ein Lehrstück für das, was ich zu erklären versuche. Eigentlich sind -vor allem die sensibeln- Kinder in diesem Alter noch nicht richtig sozialisierbar und müssen jetzt mehrere Schritte gelichzeitig machen, um da anzukommen, wo man sie hingebracht hat. Aber mit Methoden der Verdrängung und Vermeidung (was auf Dauer nicht gut ist) und mit Unterstützung durch die Erzieherinnen (was natürlich gut ist), gelingt es dann doch. Zu erkennen ist dieses Gelingen an dem Ausbleiben von Störungsverhalten zu Hause und in der tatsächlichen Freizeit. Die Selbstständigkeit geht auch darunter weiter voran. Viele Grüße
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