Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Dr. Posth! Das Verhalten meiner Tochter (wird im April 09 3 Jahre) bereitet mir ein wenig Kopfzerbrechen. Geg. Erwachsenen ist sie sehr scheu, vermeidet oft Blickkontakt und spricht auch wenig bis gar nichts mit ihnen. Sie geht seit 4 Monaten in eine Kleinkindgruppe (3x die Woche a 3 Std.) Dort wurde das Problem auch schon am mich herangetragen. Die Erzieherinnen wollten mir erst nicht recht glauben, dass sie daheim wie ein Wasserfall spricht, weil sie bei ihnen den Mund nicht aufkriegt. Ab und an scheint es dann, als wolle sie ausbrechen und fängt aus heiterem Himmel an Kinder zu schubsen. Mit and.Kindern geht sie nicht gerade zimperlich um. Haut, schubst,nimmt ihnen Dinge weg usw. Sobald ich sie aus der Gruppe abhole, dreht sie auf ohne Ende und mir ist das immer sehr peinlich. Andere Kinder laufen freudestrahlend in die Arme ihrer Mütter und mein Kind stellt dann plötzlich an auf Teufel komm raus. Sie hat einen kleinen Bruder (8 Mon.), bin zuhause. LiebeGrüße&Danke
Hallo, ganz offensichtlich steht Ihre Tochter in der frühen Fremdbetreuung noch stark unter Spannung. Es ist geradezu typisch für solche Kinder, dann wie befreit aufzudrehen, wenn sie sehen, dass ihre Eltern sie abholen kommen, oder eben mit den erwachsenen Erzieherinnen nicht zu sprechen, wohungegen sie zu Hause ohne Ende reden. Auch die latent auftretenden aggressiven Attacken gegen andere Kinder sprechen in diese Richtung. Die einzige Möglichkeit, die Kinder entspannt in die frühe Fremdbetreuung einzuführen, ist die sanfte Ablösung. Das Kind sucht sich dann in einer bestimmten Erzieherin eine Art Mutterersatz für alle potenziellen Belastungen, die in der Kinderkrippe etc. auftreten könnten. Entweder einer Erzieherin gelingt es jetzt noch, so etwas wie Ersatzbezugsperson zu werden (z.B. durch jetzt durchgeführte Hausbesuche bei Ihnen) oder Sie müssen diese Verhaltensschwierigkeiten bei Ihrer Tochter erst einmal akzeptieren. Viele Grüße
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