Fucardi
Sehr geehrter Herr Posth, nach einem traumatisierenden Krankenhausaufenthalt mit meinem 11 Monate alten Sohn stellt sich mir eine Frage. Ist es besser, bei Behandlungen wie Blutabnahme etc. bei meinem Kind zu bleiben oder aus dem Zimmer zu gehen? Ich persönlich bin bei meinem Kind geblieben, denn ich würde es als Verrat und "im Stich lassen" empfinden, einfach zu gehen. Von anderen Müttern und Ärzten habe ich aber andere Empfehlungen gehört. Was ist richtig?
Hallo, es gibt Ärzte, die lassen sich nicht gerne bei der Arbeit beobachten und werden unsicher, wenn es doch der Fall ist. Es gibt auch Mütter, die das nicht aushalten können, wenn ihr Kind schmerzhafte Aktionen über sich ergehen lassen muss wie z.B. Blut abnehmen. Diese Personen werden alle das sagen, was Sie gehört haben, ohne aber zuzugeben, warum sie das sagen. Nein, auf jeden Fall bleibt die Bindungsperson beim Kind und unterstützt es emotional. Allerdings müssen die Mutter und der Vater dann mit dem Arzt kooperieren und dürfen ihm nicht in den Rücken fallen. Und sie müssen beruhigend auf ihr Kind einwirken und dürfen es nicht verunsichern, auch wenn der Arzt nicht gleich erfolgreich ist. Das liegt in der Natur der Sache. Also etwas eigene Stärke muss man mitbringen. Viele Grüße
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