Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Bindung

Frage: Bindung

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Sehr geehrter Dr posth. Ich hatte ihnen schon mal geschrieben wegen unseren jüngeren Sohn 10M. Er schläft jetzt viel besser wacht nachts nur noch 3 mal auf aber es wird von woche zu Woche besser.Aber er ist sehr auf mich bezogen er weint sogar bei meinen Mann wenn ich aus dem Zimmer gehe, er lässt sich teilweise von ihm nicht wickeln aber ins Bett bringen (machte mein mann von geburt an)Mein Mann kommt abends um 18 uhr nach Hause verbringt aber dann viel Zeit mit unserm großen 4 Jahre weil er seit Geburt unseren kleinen sehr auf ihn bezogen ist. Ich kenne das alles von unseren großen nicht er war genau das Gegenteil er blieb ohne Probleme bei ihm. Viele sagen jetzt zu mir es sei komisch da die ersten Kinder eher anhänglich sind und die zweiten nicht. Fremde lacht er zwar am aber wenn sie ihn auf dem arm nehmen will er zu mir und zwar nur mir. Hängt dies alles damit zusammen das mein Mann beim ersten Kind mehr Zeit hatte oder liegt hier eine unsichere Bindung vor.


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, die Form der Anhänglichkeit hat eigentlich nichts mit der Geschwisterfolge zu tun, sondern hauptsächlich mit den Bindungsstrukturen und dem Charakter des Kindes. Der Vater selbst kann immer viel dazu beitragen, wie anhänglich das Kind an die Mutter bleibt. Ist er dem Kind sehr zugewandt und entwickelt das Kind daruaf großes Vertrauen ihm gegenüber, lässt die Anhänglichkeit deutlich nach. Vielleicht bemüht sich Ihr Mann einfach zurzeit etwas zu stark um den größeren Bruder. Väter haben natürlich dasselbe Problem wie die Mütter, was die Verteilung ihrer Gunst an die Kinder angeht. Auch sie dürfen sich da nicht zu sehr auf ein Kind festlegen. Von einer unsicheren Bindung bei Ihrem jüngeren Sohn würde ich eher nicht sprechen. Viele Grüße


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