Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, meine T.(18M.) scheint irgendwie ein Problem mit anderen (hpts.gleichaltrigen) Kindern zu haben.Beim Kontakt mit anderen Kindern,die ihr zu nah (ganz nah) kommen,bzw.an "ihr" Spielzeug wollen,fängt sie an zu jammern und sagt "Nein,Nein",manchmal weint sie auch.Spielen die Kinder nur so nebenher und nicht mit "ihren" Spielsachen ist die Welt für sie in Ordnung.Dabei ist es egal ob wir bei uns zu Hause oder zu Besuch sind.Ist sie von Haus aus an diesem Tag schlecht gelaunt zeigt sie auch "Fluchtimpulse",d.h.sie nimmt mich an der Hand und zieht mich in einen anderen Raum.Auf dem Spielplatz wiederum geht sie oft auf Kinder zu (vor allem ältere) und will etwas hergeben oder lacht sie an.Meine Frage an Sie ist nun,ist dieses Verhalten normal?Sollte ich Treffen mit gleichaltr.K. vorerst vermeiden?Oder wie mich in solchen Sit. verhalten? Meine T. ist ansonsten ein fröhliches,kontaktfreudiges Kind.In Fremdelphasen wurde sie geschützt. LG Jasmin
Stichwort: Angst vor anderen Kindern Hallo, das Bedürfnis von Kleinkindern unter 2 Jahre nach Kontakt zu gleichaltrigen Kindern wird häufig überschätzt. Junge Kleinkinder empfinden sich, nachdem sie gerade ihr Selbst entdeckt haben, untereinander wie starke Rivalen. Da sie noch nicht konstruktiv miteinander spielen können und nur nebeneinander her spielen, lassen die Bedrohungsgefühle auch nicht im Kontakt miteinander abbauen. Das geschieht erst langsam und mit der Zeit. Sehr ängstliche Kinder sind folgerichtig in dieser Phase sozial benachteiligt. Sie flüchten sich am liebsten noch zu ihren Bezugspersonen, wenn es auf den Parcour geht. Kinder anzuhalten oder gar zu zwingen, sich der sozialen Auseinandersetzung zu stellen, ist ganz falsch und kann spätere Sozialangst hervorrufen. Besser ist es, man gesellt sich zu seinem Kind und unterstützt es ein wenig in seinen ja doch bestehendem Wunsch nach Sozialkontakt. spielen mit älteren Kindern geht sehr viel besser. Das haben ja auch Sie schon bemerkt. Viele Grüße und s.a. gezielter Suchlauf
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