Mitglied inaktiv
Guten Tag Herr Dr Post. Unser Sohn ist 2 1/2 Jahre alt und sehr ängstlich. Vor anderen Kindern hat er grossen Respekt und teilweise Angst. Er hat einmal in der Woche Kontakt zu gleichaltrigen Kindern in einer Spielgruppe, und öfters trifft er auch seine um 1 Jahr ältere Cousine die er sehr liebt. Allerdings lässt er sich von ihr auch "führen", wie von jedem und sich auch wehrlos Spielzeug wegnehmen. Wir waren gestern auf einem Volksfest und er hat schon tagelang davon gesprochen dass er dann mit seiner Cousine Karussel fährt. Er wollte dann gester nur zuschauen und nicht mitfahren. Wir haben dann nach einer halben Stunde nur zugucken ihn einfach in einen Wagen gesetzt und er hat sofort geweint und sich richtig körperlich gewehrt,er wollte sofort aussteigen. Auf Nachfrage später meinte er als Erklärung, es wäre zu laut gewesen und es wären andere Kinder drin gewesen. Demnächst kommt er in eine Krippe und dort geht er doch unter. Wir machen uns grosse Sorgen. Vielen Dank Jamie
Liebe Jamie, mit 2 1/2 Jahren ist ein Kind noch sehr jung und befindet sich in einer Phase, in der es mehr um seine Selbstverwirklichung ringt, als daß es schon ein Bewußtsein davon hätte. Daher machen sich bestimmte Veranlagungen noch viel stärker bemerkbar als dann ein paar Jahre später. Offenbar ist Ihr Sohn eher defensiv als offensiv veranlagt und muß sich im Getümmel vieler Kinder erst einmal seine Position erarbeiten. Das wird er dann mit seinen eigenen Mitteln machen, wenn er sich von seinen Eltern verstanden und unterstützt weiß. Wenn man ihn aber -wie man so sagt- ins kalte Wasser wirft, erreicht man genau das Gegenteil und wird ihn nur demoralisieren. Sie müssen schon behutsam auf seine Signale achten. In meinem gezielten Suchlauf finden Sie weitere Antworten hierzu unter "defensives und offensives Verhalten" und "Selbstbewußtsein". In der Ki-krippe wird es nur mit sanfter Ablösung gehen! Viele Grüße
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