Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Abendliches Schreien

Frage: Abendliches Schreien

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Unser Sohn (11W2T) hat in der letzten Woche damit begonnen plötzlich abends zu schreien. Dies passiert spätestens wenn er in sein Bett gelegt wird, kann aber auch schon vorher sein. Er lässt sich dann nur mit herumtragen beruhigen. Beim ablegen wird er sofort wieder wach und schreit weiter. Dies führt zu einer totalen Übermüdung, einschlafen kann er dann erst recht nicht mehr. Ich bin immer davon ausgegangen, dass diese Phasen mit etwa 12 Wochen besser werden, kann es auch sein das sie jetzt erst beginnnen? Wie können wir ihm helfen?


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

Beitrag melden

Stichwort: Schreien Hallo, wenn das abendliche Schreien erst mit etwas 3 Monaten beginnt, ist die Ursache eher nicht bei den viel besprochenen Dreimonatskoliken zu suchen, sondern entweder ein Problem der Nahrungsumstellng oder eines der entstehenden Mutter-Bindung. Aber die Frage ist natürlich, was war in den ersten 3 Monaten? Jedes heftige Weinen und Schreien eines Säuglings hat eine Ursache und ist Ausdruck höchster Not. Niemand darf den hilflosen Säugling in dieser Situation allein lassen und ihm seine Hilfe untersagen. Aus falschen pädagogischen Gründen schon ganz und gar nicht!! Also zunächst werden mit Hilfe des KiA/KiÄ körperliche und ernährungstechnische Ursachen ausgeschlossen. Ist da nichts zu finden, muß man sich die familiäre Sitaution zu Hause ansehen und die Ressourcen einer Famile erschließen. Auf keine Fall darf man auch die Mutter allein mit dem schreienden Säugling stehen lassen. Alle erdenkliche Hilfe muß ihr angeboten werden. Herumtragen ist neben Stillen die zweite Beruhigungstechnik im Leben des Säuglings. Klappt eine Tragehilfe nicht, versucht man die nächste. Auch alle Möglichkeiten des Schaukelns gehören dazu. Erst zuletzt bemüht man sich heute, Störungen in der beginnenden Mutter-Kind-Bindung aufzuspüren. Das geht nur mit psychologischer Hilfe in einer sogenannten Schreiambulanz. Größere Kinderkliniken besitzen eine solche oder kennen zumindest die nächste Adresse. Viele Grüße


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Das schlafproblem kenne ich zu gut. Ich habe ja zwei Söhne einer 12 jahre der andere 13 Monate und kann aus erfahrung reden das wenn sie nur schreiben wenn sie abgelegt werden das die kleinen einfach nur irgendwo beschäftigt werden wollen. Wenn sie schmerzen hätten oder krank wären so würden sie auch auf dem arm schreiben. da gibt es leider nur eine einzige möglichkeit.. hinlegen und schreien lassen. Man kann zwar hin und wieder mal ins zimmer gehen das die kleinen sehen aha mama ist da aber nicht rausnehmen


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

sorry ich meinte 11 monate , habe mich verschrieben ;-)


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo, für so ein Einschlaf-Training, bei dem er ja nur lernt, seine negativen Gefühle nicht mehr zu äußern, weil er damit sowieso allein bleibt, ist dein Sohn eindeutig zu klein. Ich bin aber auch nicht der Meinung, dass ein Kind unbed. im Elternbett schlafen sollte. Vorschlag: legt ihn ins Bett, setzt euch daneben, legt ihm die Hand auf den Bauch u. redet leise auf ihn ein. So haben wir das bei unserer Tochter ab ca. 3 M. auch gemacht u. sie hat innerhalb eines Monats gelernt, ohne Schreien einzuschlafen.


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Also ich glaub schreien lassen kann ich ihn nicht, das schaff ich nicht. Außerdem schreit er sich dann so sehr weg das er überhaupt nicht mehr ansprechbar ist. Momentan schläft er in einer Wiege direkt neben unserem Bett. Das richtige Babybett ist bestellt, dann bekommt er einen Babybalkon. Mit in unser Bett ist schwierig, ist nur 1,40 m breit und ich wache morgens mit Schmerzen am ganzen Körper auf wenn er bei uns schläft. Außerdem schreit er leider auch wenn wir ihn in unser Bett legen. Ich habe so das Gefühl...


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

... jetzt ist Abend (etwa ab 19:00 Uhr) und damit Schreizeit. Wenn ich ihn nicht ins Bett bringe schreit er genauso. Also dachte ich er ist übermüdet und muss ins Bett. Scheint es aber auch nicht zu sein. Ich weiss wirklich nicht mehr was ich wie richtig mache...


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo Mymo, vielleicht kaufst du dir ein Tragetuch und gehst am Abend mit ihm spazieren, sodass er einschlaeft. Unser Sohn, mittlerweile ueber ein jahr, schrie auch sehr viel. Ich musste lernen, das zu akzeptieren und seinem Beduerfnis nach getragenwerden nachzukommen. ich weiss, dass ist anstrengend, aber es zahlt sich in Zukunft aus. Inzwischen frage ich ihn abend, ob er schlafen will und er laeuft dann, wenn er will, ins Familienbett, wo er stillend einschlaeft. Es wird-der Babybalokon ist eine super Idee. LG A


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hab ein Tragetuch, er schreit aber auch darin und bekommt durch die Enge einen so hochroten Kopf das ich ihn meist schnell wieder rausnehme....sollte ich ihn einfach drin lassen?


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo, danke für Ihre Antwort. Nahrunsumstellung kann es nicht sein, ich stille ihn voll. Meiner Meinung nach hat sich auch nichts verändert was zu dem schreien führen könnte. Aber ich bin da auch kaum objektiv. Ich habe eher das Gefühl das er abends total aufgewühlt ist und Probleme hat zur Ruhe zu kommen (saugt wie wild an meinem Finger, atmet hektisch). Könnte er auch deshalb schreien?


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Hi,mein Sohn, 9 1/2 Monate alt, hat leider schon immer "schlecht" geschlafen.Er wacht alle 1 1/2-2h auf, selten schafft er 3-4h. Er wollte dann immer gestillt werden, z.T. 6x/Nacht, aber eigentlich va z.Nuckeln.Schnuller verweigert er. Jetzt habe ich abgestillt u. mein Mann kann mir nachts helfen. Es klappt gut. Allerdings schläft mein Sohn NUR in ...

Unsere Tochter ist 8 Monate alt. Sie schläft bei mir im Bett. Einen Nuckel nimmt sie nicht. Tagsüber ist sie ein auffallend ausgeglichenes Baby. Das Problem ist der Nachtschlaf: Zum Einschlafen stille ich sie und lege sie dann in ihr eigenes Bettchen. Nach 1,5 Stunden wacht sie wieder auf, dann nehme ich sie zu mir ins Bett und stille sie erneut ...

unser Sohn (16Wochen) ist eigentlich ein ausgeglichenes, sehr aktives und wenig weinendes Kind.Seit mehreren Wochen allerdings bekommt er Abends (meist zwischen 18 umd 20 Uhr) richtige Anfälle.Er spielt fröhlich, lacht mit uns und es scheint alles ok zu sein. Wie auf Knopfdruck fängt er dann erst an zu meckern und dann heftig zu weinen teilw. schre ...

Sehr geehrter Dr. Posth, unser Sohn (6 Monate / gestillt/ Familienbett) ist ein sehr schlechter Schläfer/Einschläfer. Er schreit vor jedem Einschlafen- tagsüber oder abends. Wir können nichts machen. Wenn er müde wird, wird er sehr unruhig , wirft sich hin und her, windet sich- bis er schließlich schreit. Das Ganze hat sich mittlerweile auf höch ...

Hallo Herr Dr. Posth Sie beschreiben in Ihren Antworten sehr gut die Folgen von "schreien lassen" bei den Kindern. Diese Erziehungsmethode ist ja nun schon über mehrere Generationen üblich und müßte demzufolge in den vorherigen Generationen Störungen verursacht haben. Gibt es Studien oder sonstige Literatur zu dem Thema? Wenn ich in meiner Fa ...

Guten Tag sehr geehrte Frau D. Ingrid Henkes,  Kurze Vorinformation:  mein Sohn ist gerade 7 Monate alt. Das stillen hat am Anfang aufgrund eines Krankenhausaufenthaltes nicht funktioniert.  Zuhause wurde es dann besser.  Ich bin oft dabei mit ihm eingeschlafen, weswegen ich das unerfahrener Weise so beibehalten habe.  Er schläft auch ...

Hallo Frau Henkes, mein Baby/Kind 1 Jahr ist von Anfang an sehr schwierig. Es schreit sehr viel und benötigt viel Aufmerksamkeit. Wir haben uns Hilfe bei einer Osteopatin, Schreiberater und Kinderärztin geholt. Doch leider konnte mir noch keiner von den drei Organisationen helfen.  Mein Junge weint sobald ich mich wenige cm im Raum von ih ...

Liebe Frau Henkes, meine Tochter ist 3,5 Monate alt und spuckt seit der Geburt sehr viel (Rekord siebzehnmal in der Stunde). Da die Gewichtsentwicklung immer gepasst hat, hat der Kinderarzt stets gesagt, dass alles ok ist und die Kleine hat es anfangs ja auch nicht gestört, dass sie spuckt, sie war ein sehr ausgeglichenes und zufriedenes Baby. ...

Sehr geehrte Frau Henkes,   unsere Tochter ist 12 Monate alt und hängt sehr an mir als Mama. Aktuell ist ihr Schlafverhalten verändert und sie schläft tagsüber nur noch einmal. Gestern hatte sie eine schlechte Nacht und wurde zudem auch noch bei ihrem Mittagsschlaf von lauten Nachbarn geweckt. Daher wollten wir es an diesem Tag noch einmal m ...

Liebe Frau Dr  unsere beiden Söhne 5 und 7 Jahre alt sind ständig am streiten. Es fängt schon in der Früh an. Ich merke dass ich dann immer mit Drohungen reagiere ... zb wenn ihr nicht aufhört dann gibt es z. B. Kein Fernsehen. Anders geht es nicht. Sie hören mir auch gar nicht zu. Wenn ich sage bitte zieht euch an- das wird nicht gehört . Erst ...