Sylvia Ubbens

Was tun gegen Frustation

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Hallo,
Unsere Tochter, gerade fünf Jahre alt, ist ein sehr gefühlsstarkes Kind. Zur Zeit kommen wir an unsere Grenzen. Wir haben Regln und Abläufe zu Hause und wenn wir sagen, noch ein Bild malen dann gehtsbins Bett oder wir sagen, dass zwei Tütchen Gummibärchen ausreichen, wir uns abwechselnd unterhalten (Mama,papa, Kind) und wir ihr sagen das erst einer ausredet und dann sie dran ist (\das sind ein paar Beispiele) Ist sie sehr schnell frustriert. Entweder sie weint, schreit, oft geht sie aus den Raum raus und sagt: dann redet sie nie wieder mit uns, steckt die Zunge heraus. Ganz schlimm ist auch Abend das Bett fertig machen. Egal wie, es ist nicht richtig und sie schreit und weint so laut. Das wir am Ende auch laut werden. Das tut uns dann so leid. Wir entschuldigen uns und sprechen mit ihr was wir ändern können aber sie sagt soe weiß es auch nicht. Hinter ihrem Verhalten steckt eine Frustation und unser Verhalten ist sicherlich auch oft schuld an ihren Ausbrüchen. Aber wir sind so verzweifelt und wissen nicht wie wir da alle wieder raus kommen. Am Ende ist es immer ein drohen und strafen und alle sind unzufrieden. Davon wollen wir weg aber wie? Können sie uns bitte Tipps geben? Vielen vielen Dank

von Anna17 am 26.07.2022, 21:55 Uhr

 

Antwort auf:

Was tun gegen Frustation

Liebe Anna17,

meine Vorrednerin hat schon gut und richtig geantwortet. Ich kann dem nichts Neues mehr hinzufügen.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 27.07.2022

Antwort auf:

Was tun gegen Frustation

Hallo,

was mir dazu einfällt: Ist eure Tochter körperlich ausgelastet? Das ist eine Art "Allheilmittel" bei unausgelasteten Kindern, was sich eben häufig mit allgemeinem Frust zeigt.
Habt ihr ein Bettgehritual? Ich denke an etwas wie Vorlesen o.ä. Dahingehend könnt ihr eurer Tochter ein Stück Verantwortung für einen ruhigen Ablauf übertragen:
Sprecht in einer ruhigen Minute mit ihr und erklärt, dass euch die abendliche Situation (nicht ihr Verhalten!) stört und ihr darum etwas ändern wollt.
Ab sofort steht eine bestimmte Zeit zur Verfügung, um sich bettfertig zu machen. Diese Zeit hat sie, um sich umzuziehen, ins Bad zu gehen und zum Bett zu kommen. 10 Minuten sind bei euch realistisch? Dann gebt ihr 15, es soll ja kein neuer Frust entstehen. Diese Zeit visualisiert ihr mit einem Küchenwecker oder einer Sanduhr (außer Reichweite). Wenn die Zeit um ist, geht das auf Kosten ihrer Vorlesezeit.
Das ist nicht eure Entscheidung, sondern ihre: Es gibt Theater (nicht: Sie macht Theater)? Nicht mehr euer Problem, die Geschichte ist eben kürzer/es gibt nur eine Seite vorgelesen/heute ist leider keine Zeit mehr, aber bestimmt morgen.
Lasst euch nicht auf den Kampf ein, geht weg, wenn es eskaliert. Nur der von euch, der es besser aushält und ruhig bleiben kann, bleibt in der Nähe. Wechselt euch ab. Steigt nicht in das Geschrei ein, es bringt ja nichts. Nach ein paar Tagen wird die sich daran gewöhnt haben, dass es anders läuft. Aber ihr müsst unbedingt konsequent bleiben, egal, was passiert.
Zum Reinreden: Das ist normal. Geht auch da nicht auf die Eskalation ein. "Schade, dass du gehst, wir unterhalten uns gerne mit dir." Wenn sie ausgebockt hat und zurückkommt, nehmt es kommentarlos hin und bezieht sie wieder ins Gespräch mit ein. So bleibt ihr bei eurer (in meinen Augen richtigen) Linie, aber sie bekommt keine Aufmerksamkeit für ihre Reaktion.

Viele Grüße

von Mamamaike am 26.07.2022

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