Christiane Schuster

Verwöhne ich unsere Tochter (17 Mon.) zu sehr ?

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Liebe Christiane Schuster,

immer öfter stelle ich mir selbst die Frage, ob ich unsere Kim (17,5 Mon.) zu sehr verwöhne. Wenn sie tagsüber an mir hängt und viel quengelt, zweifle ich hin und her, ob ich sie nicht zuviel auf den Arm nehme und versuche, zu trösten. Und dann denke ich, vielleicht braucht sie genau das Maß an Zuwendung, was sie so bei mir sucht. Wir haben ein liebevolles Verhältnis zueinander, ich liebe Kim über alles, sie ist unser Wunschkind. Doch ihr ständiges Gequengel und "Mama" im weinerlichen Tonfall strapaziert manchmal wirklich meine Nerven. Seit neuestem rastet sie richtig aus, wenn ich mich mal ein paar Minuten an den Computer setzen will (weil sie dann nicht mehr im Mittelpunkt steht ?). Manchmal bleibe ich hart und ignoriere sie, dann spielt sie oft auch einfach im Hintergrund weiter. Manchmal aber fängt sie an zu weinen und zu drängeln und zu quengeln, da kann ich nicht anders und gehe dann wieder weg vom Computer. Konzentrieren kann ich mich dann sowieso nicht. Allerdings versuche ich, ihr zu zeigen, daß ich jetzt nicht alles stehen und liegen lasse, nur weil sie das will. Also, ich spiele dann nicht ein wahnsinnig tolles Spiel mit ihr, weil ich einfach vermeiden möchte, daß sie daraus lernt, sie könne mich jederzeit durch Weinen dazu bringen, das zu tun, was sie will.
Wie soll ich mich da verhalten ? Ich will auch nicht zu hart sein, da ich ich sie ja auch nicht unnötig zum Weinen bringen will. Sie hängt auch so an mir, denn wir haben ein schwieriges erstes Jahr hinter uns, sie war ein Schreibaby und ich war/bin ihre Bezugsperson. Ihr Vater liebt sie zwar über alles, aber anfangen konnte er nie besonders viel mir ihr im ersten Jahr. Alles ist an mir hängengeblieben. Da hat sie sich vielleicht zu sehr auf mich fixiert ? Doch das nur am Rande.

Auf der anderen Seite bin ich, was das tägliche Grenzensetzen angeht, wirklich konsequent, das funktioniert auch ganz gut mit ihr. Nur bei diesem neuerlichen Rumquengeln und weinerlichen "Mama, Mama" weiß ich nicht, wie ich reagieren soll. Sie macht das übrigens auch, wenn mein Mann und ich uns in den Arm nehmen.

Kim hat einen bakt. Infekt im Moment und bekommt auch Antibiotikum. Ist sie vielleicht deswegen nur so weinerlich in diesen Tagen, weil sie an dem Infekt brütet ?

Vielen Dank für eine Antwort sagt Ihnen
Susanne

von Susanne am 19.01.2000, 15:31 Uhr

 

Antwort auf:

Verwöhne ich unsere Tochter (17 Mon.) zu sehr ?

Hallo Susanne
Ein Infekt kann schon dazu beitragen, dass Ihre Tochter, weil sie sich nicht wohl fühlt, weinerlicher ist als sonst und noch mehr liebevolle Zuwendung braucht. Wenn Sie aber Dinge erledigen müssen oder möchten, an denen Ihre Tochter nicht teilnehmen kann, sprechen Sie mit ihr darüber und sagen Sie ihr, dass Sie hinterher wieder Zeit für sie haben. Bieten Sie ihr eine Alternative an, mit der sie sich in der Zwischenzeit beschäftigen kann. Verhalten Sie sich entsprechend konsequent. Ihre Tochter wird lernen, dass Sie auch mal allein etwas tun müssen.
Bis bald?

von Christiane Schuster am 20.01.2000

Antwort:

Nachtrag

Noch was...ich habe immer darauf geachtet, sie nie viel herumzutragen usw. Kim hat seit sie robbt viel allein gemacht und gespielt, darauf haben wir immer geachtet, daß sie lernt, sich allein zu beschäftigen. Es ist also nicht so, daß ich mich jetzt abkapseln muß, weil ich 17 Mon. lang den Entertainer gespielt habe, dem ist nicht so. So richtig anhänglich verhält sie sich erst seit etwa 3 Wochen. Seitdem schläft sie auch immer schlechter ein und durch.
Ein Großereignis in der Familie ist auch nicht vorgefallen.

Susanne

von Susanne am 19.01.2000

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