Sylvia Ubbens

Verhalten beim Essen

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Hallo Frau Ubbens,

wie ich sehe, haben Sie scheinbar das Forum von Frau Schuster übernommen :-) HALLO!

Auf Rat von Frau Plath im Ernährungsforum, frage ich auch bei Ihnen einmal nach, ob Sie vielleicht einen Rat für mich wissen.

Unsere Tochter ist 15 Monate alt und ein sehr lebhaftes, aufgewecktes Kind. Grundsätzlich hat sie nur eine sehr niedrige Frust-Schwelle, oft flippt sie schon bei Kleinigkeiten völlig aus, woher sie das hat: keine Ahnung ;)

Eins der Hauptprobleme ist jedoch das tägliche Essen:
Bei sämtlichen Hauptmahlzeiten schlingt sie das Essen in sich rein, als hätte sie 3 Tage nichts bekommen. Hat sie mehrere Stücke vor sich liegen, stopft sie sich alles auf einmal in den Mund. Sie kann dann teilweise nicht mal richtig kauen und würgt ihr Essen herunter. Lege ich ihr einzelne Stücke hin, stopft sie sich das natürlich sofort in den Mund und schreit lautstark nach dem nächsten. Das macht unser Essen sehr unentspannt. Ich versuche schon, dem ganzen so wenig Bedeutung wie möglich beizumessen und sie auch nicht ständig zum langsamer Essen zu ermahnen (auch wenn mir das sehr schwer fällt), damit sie sich nicht noch mehr reinsteigert, aber haben Sie einen Rat für mich?

Ich frage mich einfach, woher sowas kommt, sie sieht weder bei mir, noch bei meinem Mann, also ihrem Papa, ein solches Verhalten, sie bekommt genug und muss keine Angst haben, "zu verhungern" - was steckt bei so kleinen Mäusen wirklich dahinter?

Ach ja und wenn ich schon mal hier bin, direkt noch etwas: wenn ich mit meiner Tochter alleine bin kann/will sie sich überhaupt nicht alleine beschäftigen. Nicht einmal 2-3 Minuten. Entsprechend wütend wird sie, wenn ich aber einfach auch mal etwas anderes machen muss (auf die Toilette gehen, Essen kochen, etc.) - ist mein Mann mit ihr alleine, ist das überhaupt kein Problem. Der könnte sich aufs Sofa setzen und eine Zeitung lesen, da spielt sie dann auch locker mal 10 Minuten alleine. Nur von mir "erwartet" sie immer 150 %. Es soll nicht genervt klingen, aber ich bin ein sehr lösungsorientierter Mensch und mir wäre schon geholfen, ihr Verhalten zu verstehen und eventuell gibt es ja auch etwas, wie ich das ein klein wenig ändrn könnte? So dass zumindest tagsüber auch ein bisschen Haushalt möglich ist und nicht erst alles abends, wenn sie im Bett ist?
Kurz als Erklärung noch: sie hat im 1. Lebensjahr sehr viel geschrieen, als Baby oft 6-7 Std. am Tag, musste nie alleine schreien, wir waren immer da, haben sie viel getragen, seit sie mobil ist, wurde das alles ein wenig besser, seit 4-5 Wochen schläft sie sogar endlich durch.

Nun ist mein Beitrag doch etwas lang geworden, sorry!

Viele Grüße


Lieselotte

von Liese_Lotte am 17.09.2013, 07:44 Uhr

 

Antwort auf:

Verhalten beim Essen

Liebe Liese Lotte,

ich kann mich meiner Vorrednerin Frau Plath nur anschließen: Machen Sie so wenig Aufheben wie möglich ums Essen. Augenscheinlich hat Ihre Tochter keinerlei Nachteile durch das Schlingen (kein Verschlucken, keine Verdauungsprobleme). Es ist eine Phase, die vorüber gehen wird. Bitte bleiben Sie und Ihr Mann ein gutes Vorbild. Essen Sie weiterhin in Ruhe mit Ihrer Tochter zusammen.

Sie wollen Hausarbeiten erledigen? Binden Sie Ihre Tochter mit ein, falls dies schon möglich ist. Geben Sie ihr eine Aufgabe. Wenn Sie die Wohnung fegen, geben Sie ihr einen Kinderbesen oder den Handfeger in die Hand, saugen Sie das Wohnzimmer, soll sie die Kissen schön auf´s Sofa legen und Staub wischen kann sie bestimmt auch schon. Beim Essenkochen setzen Sie sie in Ihren Kinderstuhl und lassen sie zugucken.

Ihre Tochter hat ein großes Nähebedürfnis, das haben viele Kinder in dem Alter. Haben Sie noch ein wenig Geduld und auch Ihre Tochter wird sich von ganz alleine von Ihnen lösen.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 19.09.2013

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