Sylvia Ubbens

Töpfchentraining

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Hallo!

Mein Sohn wird die Woche 22 Monate alt. Vor kurzem hat er Angefangen ab und zu seine Hose runter zu ziehen und sagt dann Kaki und möchte zum Topf hin.
Ab und zu klappt es auch. Aber sobald ich dann seine Windeln (Pampers Pants) weglasse macht er in die Hose.
Er sagt dann nass wenn es aber schon zu spät ist.
Gestern hat er einmal in den Topf groß gemacht und zweimal daneben.
Natürlich loben wir ihn sobald er mal reinmacht und wenn es daneben geht sagen wir immer es macht nichts, das wird mit der Zeit klappen.
Wenn wir ihn unten rum garnichts anziehen dann macht er einfach wohin und sagt nichts.
Ich nehme ihn auch mit aufs Klo und erkläre ihm alles. Windeln wechseln ist oft ein Drama. Das will er nicht.
Ich weiß nur nicht wie ich weiter machen soll.
Er ist jetzt in der Kinderkrippe, ich glaube er sieht die andern größeren Kinder und will das nachmachen.
Achja seit kurzem ist er großer Bruder. Ist die Umstellung zuviel?
Ich glaube einerseits hat er interesse keine Windeln zu trage aber manchmal habe ich das Gefühl er ist vielleicht noch nicht bereit.
Soll ich zuhause die Windeln trotzdem weglassen? Unterwegs ziehe ich sie ihm immer an.
Er macht auch ziemlich oft pipi und trinkt sehr viel. Also er macht wirklich jede halbe Stunde ein bisschen Pipi. Lg

von Meliiileiiin am 04.08.2020, 09:26 Uhr

 

Antwort auf:

Töpfchentraining

Liebe Meliiileiiin,

lassen Sie Ihrem Sohn die Windelpants noch. Er zeigt, wann er auf die Toilette / auf das Töpfchen möchte. Dann sollte er gehen können. Die Male, die er es nicht zeigt, geht es in die Windel. Er scheint es noch nicht wirklich kontrollieren zu können und sollte nicht unter Druck geraten, weil er es irgendwann nicht mehr so toll findet, nach jedem "Unfall" umgezogen und gewaschen zu werden.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 05.08.2020

Antwort auf:

Töpfchentraining

Töpfentraining ist eigentlich etwas, was man heute nicht mehr macht.
Es hat nämlich nichts mit "lernen" zu tun, sondern vielmehr mit einem Reifungsprozess im Hirn. Ein Hormon muss erst gebildet werden, damit Kind merkt, dass es muss. Und bis das nicht zuverlässig ausgebildet ist, setzt man Kinder, die Interesse haben aber noch nicht wirklich so weit sind, nur unnötig unter Druck und verhindert damit oft genug das Trockenwerden.
Die Spanne für das Trocken-werden reicht auch bis zu 5/6 Jahren.
Ich würde ihm die Windel lassen.
Er hat Interesse, möchte auf´s Töpfchen - vermutlich, weil er es bei anderen sieht. Ob er tatsächlich schon so weit ist, wirklich zu merken "oh, meine Blase ist voll, ich muss zur Toilette" wage ich zu bezweifeln. Das werden mehr Zufallstreffer als bewusstes auf´s Töpfchen gehen sein.
Lass ihn ausprobieren und stell dich darauf ein, dass er auch ruckzuck über Monate gar kein Interesse mehr haben wird. Und dann plötzlich will er und es klappt :-)

War bei uns zB so: die Stofftiere sind alle ständig zur Toilette gegangen/Töpfchen - er nicht. Töpfchen fand er eh doof. Hat es ein paar mal probiert, dann 1 Jahr lang nadda. Und dann war er plötzlich selbstgewählt mit 3 tagsüber rubbeldiekatz trocken und 6 Wochen später auch nachts.
Gleichzeitig kam er in den KiGa wo uns gesagt wurde, keine Windeln anziehen, aber viele Wechselklamotten mitgeben. Es würde in den ersten Wochen viele Unfälle geben und sich dann wieder geben. Sie würden ihm das Gefühl "groß" zu sein aber nicht nehmen wollen, indem er wieder Windel tragen muss.

von cube am 04.08.2020

Antwort auf:

Töpfchentraining

Danke für deine Antwort.
Ich glaube nur das bei ihm das Interesse da ist und ich es unterstützen möchte. Er ist sehr interessiert was wir am klo machen und will dann auch oft auf aufs Klo. Darf er natürlich mit Sitzverkleinerung.
Und windelwechseln will er wirklich nicht. Das müssen wir oft zu zweit machen weil er sich so wehrt.
Darum bin ich so hin und hergerissen ob ich ihm eine windel anziehen soll. Einerseits sträubt er sich total dagegen wenn wir ihm die windel wechsel und rennt nackig davon oder wehrt sich eben total und andererseits ohne windel macht er immer in die Hose.

von Meliiileiiin am 04.08.2020

Antwort auf:

Töpfchentraining

Die Phase, sich gegen Windelwechseln zu wehren ist auch normal - und hat erst mal nichts mit "ich will lieber zur Toilette gehen" zu tun.
Es ist einfach ein Wehren gegen Dinge, die man nicht selbst beeinflussen kann/die andere von einem wollen. Selbstbestimmungsphase (früher "Trotzphase").
Da helfen oft Höschenwindeln gut, die man wie Unterhosen an/ausziehen kann.
Sein Interesse fördern ist ja auch ok - ihn aufs Töpfen lassen, wenn er möchte. Toilette haben wir so gemacht, dass ihn eben dabei festgehalten habe/Hilfestellung geleistet.
Ich würde dieses Interesse und auch das Wehren gegen Windelwechseln nicht als "er will die nicht mehr" interpretieren und das zur Toilette/au´s Töpfchen gehen trainieren oder ihn ohne Windel rumlaufen lassen, obwohl er das gar nicht möchte oder sich dann unwohl fühlt.
Versucht mal die Höschenwindeln - die kann er sogar selbst aus/anziehen.

von cube am 04.08.2020

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Töpfchentraining

Die Pants haben wir eh schon lange.

von Meliiileiiin am 04.08.2020

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Töpfchentraining

Hallo,

mach euch doch keinen Stress und lass ihm dir Windel. Wenn er es ansagt, geht er aufs Töpfchen oder die Toilette, wenn nicht, dann geht es in die Windel.
Mein Sohn ist jetzt 25 Monate alt und sagt ca zweimal pro Woche, dass er auf die Toilette möchte, dann geh ich mit ihm, aber das ist in dem Alter ja nur ein kleiner Anfang.
Wie Cube bereits schrieb, fehlt in diesem Alter ja noch das Steuerhormon.
Unterstütz ihn, wenn er ohne Windel machen möchte, aber lass ihm ansonsten Zeit.

Viele Grüße

von Mamamaike am 04.08.2020

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